____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Ampel
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Ampel (von lateinisch ampulla âkleine Flasche [speziell fĂźr Salben und Ăle]â,cite-ref-1[1] spätere Ăźbertragene Bedeutung âLeuchteâcite-ref-2[2]) ist die allgemeinsprachliche Bezeichnung fĂźr einen Signalgeber einer Lichtsignalanlage (LSA) oder Lichtzeichenanlage (LZA). Die Bezeichnung steht zudem fĂźr die âAmpelanlageâ als Ganzes. Diese dient der Steuerung des StraĂen- und Schienenverkehrs. Ampeln ordnen fĂźr Verkehrsteilnehmer ein bestimmtes Verhalten an, indem sie gesteuerte Signale abgeben. Diese nach Form und Farbe verschiedenartigen Verkehrszeichen haben jeweils eine andere Bedeutung und wirken nur fĂźr die jeweilige Geh- oder Fahrtrichtung des zu regelnden Verkehrs.
Contents
⢠Bezeichnung
⢠Geschichte
⢠Verwendung
⢠Radverkehr
⢠Private Anlagen
⢠Sonderbauformen
⢠Ausfallsicherung
⢠Rotlicht
⢠Gelblicht
⢠Grßnlicht
⢠Ampelversagen
⢠Besondere Ampeln
⢠Heuer-Ampel
⢠Dallas Phasing
⢠Bettelampel
⢠Lärmampel
⢠Dauerrote Ampeln
⢠Blaue Ampel
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Bezeichnung
Rechtliche Bezeichnung
In den verkehrsrechtlichen Verordnungen der deutschsprachigen Länder Deutschland, Ăsterreich und der Schweiz wird die Verkehrsampel unterschiedlich bezeichnet. So wird sie als Verkehrseinrichtung in Deutschland nach § 43 der StraĂenverkehrsordnung (StVO) als Lichtzeichenanlage (LZA) bezeichnet. In der Ăśsterreichischen StraĂenverkehrsordnung (§ 39) und in der Signalisationsverordnung (SSV) zum Schweizer Strassenverkehrsgesetz wird die Bezeichnung Lichtsignalanlage (LSA) verwendet.cite-ref-3[3]cite-ref-4[4]
Der in der deutschen StVO verwendete Begriff Lichtzeichenanlage hat in Ăsterreich eine rechtlich andere Bedeutung, da er nach dem Ăśsterreichischen Eisenbahngesetz nur Anlagen an Eisenbahnkreuzungen bezeichnet.
In der deutschen StVO erfolgt zudem in § 37 eine Unterteilung nach Wechsellichtzeichen, Dauerlichtzeichen und GrĂźnpfeil. Als Ampel wird dabei gewĂśhnlich ausschlieĂlich ersteres bezeichnet.
Technische Bezeichnung
In technischen Regelwerken in Deutschland (Richtlinien fĂźr Lichtsignalanlagen (RiLSA) der Forschungsgesellschaft fĂźr StraĂen- und Verkehrswesen) und in der Schweiz (Schweizer Normen (SN) des Schweizerischen Verbands der StraĂen- und Verkehrsfachleute) ist der Begriff Lichtsignalanlage gebräuchlich. In Ăsterreich (Richtlinien und Vorschriften fĂźr das StraĂenwesen (RVS 05.04.3) der Forschungsgesellschaft StraĂe â Schiene â Verkehr) wird die genauere Bezeichnung âVerkehrslichtsignalanlageâ (VLSA) verwendet. Die AbkĂźrzung LSA ist jedoch in Ăsterreich unter Fachleuten ebenso wie in Deutschland und in der Schweiz Ăźblich.
Umgangssprachliche Bezeichnungen
Die in der Alltagssprache fĂźr eine Lichtsignalanlage verwendeten Begriffe âAmpelanlageâ oder kĂźrzer âAmpelâ gehen auf die ähnlichen Hängeleuchten zurĂźck, die man frĂźher ebenfalls als Ampeln bezeichnete, mehr dazu unter Etymologie. Die ersten Signalgeber waren an Drahtseilen hängend Ăźber dem Mittelpunkt der Kreuzung befestigt (Heuerampel) und erinnerten so an Hängeleuchten. Im Laufe der Zeit trat die Wortbedeutung als Verkehrsampel immer mehr in den Vordergrund. Vor allem bei Anbringung oberhalb des StraĂenkĂśrpers findet man auch heute noch häufig eine hängende Befestigung, in einigen Regionen auch weiterhin pendelnd an Drahtseilen.
Die umgangssprachlich verwendete Bezeichnung Ampel diente als Quelle von weiteren WortschĂśpfungen in der deutschen Sprache. So lassen sich die Begriffe Ampelkoalition oder die Ampel als Lebensmittelkennzeichnung auf die drei Ampelfarben zurĂźckfĂźhren.
Wegen der vielfältigen offiziellen Bezeichnungen wird hier im Artikel meist das umgangssprachliche Synonym Ampel verwendet.
Etymologie des Wortes Ampel
Der Begriff Ampel ist eine Entlehnung aus lateinisch ampulla (eigentlich *amp(h)orula, dann *amporla, *ampurla) âkolbenfĂśrmiges Gefäà mit zwei Henkeln, kleine Flascheâ (siehe Ampulle und Pulle), einem Diminutiv von lateinisch amphora âzweihenkliges TongefäĂâ (mit Nebenform ampora), das selbst dem gleichbedeutenden altgriechischen áźÎźĎÎżĎÎľĎĎ amphoreĂşs entlehnt ist. Als Ampel â althochdeutsch amp(ul)la, mittelhochdeutsch ampulle, ampel, mittelniederdeutsch ap(p)olle, appulle â wurde zunächst ein âkleines Gefäà fĂźr Ăl oder andere FlĂźssigkeitenâ bezeichnet, meist zu geweihtem Gebrauch bestimmt, im Mittelalter vor allem das Ewige Licht in der Kirche (ein von der Decke herabhängendes, fortwährend brennendes Ăllämpchen) und vom 14. Jahrhundert an die Lichtquelle im Hause (dort seit dem 16. Jahrhundert mit âLampeâ konkurrierend). FrĂźher waren auch manuell betriebene Verkehrszeichen im Einsatz.
Eine Neubelebung erfuhr der Begriff Ampel als Kurzwort fĂźr Verkehrsampel im 20. Jahrhundert.cite-ref-5[5]
Geschichte
Die erste Lichtsignalanlage der Welt wurde am 10. Dezember 1868cite-ref-6[6] in London auf dem Parliament Square aufgestellt. Sie wurde mit Gaslicht betrieben und explodierte nach kurzer Zeit.
Erst nach der Verbreitung des elektrischen Lichts in den GroĂstädten wurden ab 1912 wieder Lichtsignalanlagen zur Verkehrsregelung aufgestellt. Die am 5. August 1914 installierte Lichtsignalanlage in Cleveland, USA, gilt als erste elektrische Verkehrsampel der Welt und hatte nur zwei Lampen, rot und grĂźn. Die ersten dreifarbigen Lichtsignalanlagen hielten 1920 in Detroit und New York Einzug. In Europa wurde die erste dreifarbige Lichtsignalanlage â mit noch mechanischer Steuerung â 1922 in Paris (Rue de Rivoli/Boulevard de SĂŠbastopol) eingerichtet.
In Deutschland ging die erste Lichtzeichenanlage mit dem Verkehrsturm am Potsdamer Platz in Berlin am 15. Dezember 1924 in Betrieb.cite-ref-7[7] Am 23. November 1925 folgten weitere Anlagen an drei Kreuzungen der Leipziger StraĂe (WilhelmstraĂe, MauerstraĂe und FriedrichstraĂe).cite-ref-8[8] Um 1933 existierten auf der Potsdamer StraĂe bereits sieben, auf der Leipziger StraĂe acht Ampeln.cite-ref-9[9]
Die erste Lichtzeichenanlage Hamburgs wurde am 14. November 1925 an der Kreuzung MĂśnckebergstraĂe und Steintorwall in Betrieb genommen; entwickelt wurde sie vom Hamburger Ingenieur Paul Arnheim. Wenige Monate später folgten weitere, unter anderem am Stephansplatz, dessen Verkehr bis dahin von sechs mit jeweils zwei Polizisten besetzten Posten geregelt worden war.cite-ref-10[10] FĂźr die an einigen Stellen erwähnte Aussage, dass die erste Ampel Deutschlands bereits 1922 am Hamburger Stephansplatz aufgestellt wurde, gibt es keinen nachprĂźfbaren und plausiblen Beleg.
1925 folgten Mailand (Piazza Duomo) und Rom (Via del Tritone/Via Due Macelli), 1926 London (Piccadilly Circus) und Wien (Opernkreuzung), 1927 MĂźnchen (Bahnhofsplatz) und Prag (HybernskĂĄ/DlĂĄĹždÄnĂĄ/HavlĂÄkova), 1928 Den Haag (Niederlande), Bremen (Brill), Essen (AlfredstraĂe/BismarckstraĂe) und NĂźrnberg (KĂśnigstor), 1929 Barcelona, 1930 Frankfurt am Main (KaiserstraĂe/Neue Mainzer StraĂe), Leningrad, Moskau und Tokio, 1931 Hannover (KrĂśpcke).cite-ref-11[11] Kleinere GroĂstädte wie Braunschweigcite-ref-12[12] und Krefeldcite-ref-13[13] (1951), Basel,cite-ref-14[14] Helsinki (1952), Luzerncite-ref-15[15] (1952), Gelsenkirchen (1953), Heilbronn (1954) und Bremerhaven (1957) erhielten ihre ersten Lichtsignalanlagen in den 1950er Jahren.
Weil sich die Verkehrsteilnehmer erst allmählich an Ampeln gewÜhnten und ihre Verbindlichkeit anfangs nicht ernst nahmen, gab es Erfindungen, die das optische Signal durch ein akustisches unterstrichen, wie diese eines Londoner Ingenieurs:
âĂuĂerlich unterscheidet sich die sprechende Verkehrsampel nur wenig von einer gewĂśhnlichen Anlage. [âŚ] In einem an den Lampenkasten angeschlossenen Gehäuse befindet sich eine sehr gedrängt konstruierte kleine Magnetophonapparatur mit einem Band, das als Träger der Verkehrs-Befehle, oder besser -Warnungen dient, die mit sympathischer männlicher oder weiblicher Stimme durch einen eingebauten Lautsprecher angesagt werden.âcite-ref-16[16]
Verwendung
Der Einsatz von Ampelanlagen hat unterschiedliche GrĂźnde, beispielsweise um den Verkehrsfluss zu regeln und gefährliche oder gefahrenträchtige Verkehrssituationen zu unterbinden (Verkehrssicherheit). Im StraĂenverkehr sind dies Kreuzungen und EinmĂźndungen sowie Engstellen, zum Beispiel bei Baustellen oder BrĂźcken.
Kreuzungen und EinmĂźndungen
Ampeln werden aus folgenden GrĂźnden an Kreuzungen oder EinmĂźndungen (Knotenpunkten) eingesetzt:
⢠Die Anlage kann der Optimierung des Verkehrsflusses dienen. Bei hohen Verkehrsdichten, beispielsweise bei mehreren Fahrstreifen oder Fahrbahnen pro Richtung, erlauben Ampelanlagen die beste Kontrolle des Verkehrsdurchsatzes.
⢠Sie kÜnnen zur Entschärfung von Gefahren an komplizierten oder unßbersichtlichen Kreuzungen beitragen. Bei Knotenpunkten mit mehr als vier Richtungen kann die Regelung mit Verkehrsschildern unklar oder unßbersichtlich sein und zu Unfällen fßhren. Eine Lichtzeichenanlage vereinfacht solche Situationen durch klare Anweisungen, eventuell ergänzt durch zusätzliche Warnlichter, beispielsweise wenn dem Gegenverkehr Vorrang gewährt werden muss.
⢠An Kreuzungen mit entsprechendem Verkehrsaufkommen, an denen aus Platzgrßnden kein Kreisverkehr eingerichtet werden kann, kÜnnen sie eingesetzt werden.
⢠An Baustellen und bei Kranarbeiten werden mobile Ampeln fßr die Verkehrssicherung eingesetzt. Mobile Ampeln gehÜren zur Verkehrstechnik.
Nur fĂźr Kreuzungen oder EinmĂźndungen mit schnellen und starken Kfz-Verkehren oder StraĂenbahntrassen oder ähnlich geregelte Busspuren sind Lichtsignalanlagen im StraĂenverkehr erforderlich bzw. nur hier haben sie sich als Standard durchgesetzt. Auch bei sehr hohen FuĂ- oder Radverkehrsaufkommen sind sie nicht erforderlich, bzw. nur an deren Kreuzungsstellen mit Kfz- oder Bahnverkehr.
FuĂgängerverkehr
Um FuĂgängern ein sicheres Ăberqueren von verkehrsreichen Fahrbahnen auf StraĂen zu ermĂśglichen, werden FuĂgängersignalanlagen (auch âFuĂgängerschutzanlagenâ genannt) eingesetzt. Diese Anlagen werden häufig mit einer Anforderung (fast immer per Knopfdruck) durch die FuĂgänger betrieben. Dabei sind Varianten mĂśglich, bei denen die Signalgeber fĂźr den Fahrzeugverkehr in der Grundstellung auf âDunkelâ geschaltet sind. Nach Anforderung durch den FuĂgänger schalten die Fahrzeugsignale von Dunkel Ăźber Gelb auf Rot.
Die erste auf Anforderung schaltende FuĂgängerampel in Deutschland wurde 1937 im Berliner Tiergarten installiert: âHier kann der FuĂgänger, wenn er die Fahrbahn Ăźberschreiten will, die Ampel selbst durch AuslĂśsen eines Kontaktes auf Rot einschalten und damit den ganzen Fährverkehr auf der HauptstraĂe, der durch den Tiergarten fĂźhrt und auĂerordentlich stark ist, vorĂźbergehend zum Halten bringen. Bekanntlich ist der FuĂgängerverkehr in diesen Parkanlagen äuĂerst gering. Auf diese Weise wird der Verkehr nicht unnĂśtig gestoppt.âcite-ref-17[17]
FuĂgängersignalanlagen dienen meist bei (bodenmarkierten) FuĂgängerschutzwegen (in Deutschland die FuĂgängerfurt, in Ăsterreich und der Schweiz den Zebrastreifen) als Querungshilfe. Bei geringem oder ausreichend langsamem Fahrzeugverkehr, der verkehrsorganisatorisch gefĂśrdert werden kann (vgl. Shared Space), und wechselweiser RĂźcksichtnahme durch Zusammenwarten von FuĂgängern einerseits und LĂźckenĂśffnen in einer Kolonne rollender Fahrzeuge, Blickkontakt und Kommunikation andererseits kĂśnnen FuĂgänger auch ohne Signalschutz zeitlich und räumlich flexibel sowie sicher queren. FuĂgängerschutzweg und -signalanlage organisieren das Quergehen (samt Kinderradfahren, Skaten, Fahrradschieben, Rollstuhlfahren) lokal an einer Stelle und in Zeitschlitzen. Bei hohem FuĂgängerverkehrsaufkommen und begrenzter Sensorik und Logik des Ampelsystems stoĂen FuĂgängerampeln rasch an ihre Leistungsgrenze. FuĂgänger werden nicht selten auf Schutzwegen durch falsch querende Fahrzeuge (Rotlichtmissachtung) verletzt. In der StraĂenverkehrsordnung ist nicht festgelegt, ab welchem Abstand zur Ampel das Ăberqueren erlaubt ist.
Radverkehr
Findet der Radverkehr auf der Fahrbahn statt, gelten fßr Fahrrad und Kfz dieselben Signale. Bei Anforderungsampeln besteht vielerorts das Problem, dass Induktionsschleifen in der Fahrbahn so unempfindlich eingestellt sind, dass sie Fahrräder nicht erkennen.
Wo der Radverkehr auf Radwegen stattfindet, haben sich Radfahrer oft nach den FuĂgängerampeln zu richten, die dann mit sogenannten Kombisignalen ausgestattet sind (in Deutschland: sein mĂźssen), das heiĂt, die Signalfarbe wird in Gestalt eines FuĂgänger- und eines Fahrradsymbols ausgestrahlt. Da Radfahrer zum Ăberqueren einer Fahrbahn wesentlich weniger Zeit brauchen, als fĂźr FuĂgänger einzurechnen ist, ermĂśglichen separate Fahrradsignale wesentlich längere GrĂźnphasen fĂźr den Fahrradverkehr. Mancherorts sind das kleine Signalgeber an der Warteposition fĂźr Fahrräder. Andernorts wird die Fahrradampel jenseits der Kreuzung angebracht, zum Beispiel zur Sicherung des indirekten Linksabbiegens. Sofern Fahrrad- und FuĂgängerfurt direkt nebeneinander liegen, besteht dann die MĂśglichkeit, dass sehbehinderte FuĂgänger das Fahrradsignal fĂźr das FuĂgängersignal halten und zu spät noch auf die Fahrbahn treten.
RundumgrĂźn
Mancherorts, z. B. in Groningen in den Niederlanden findet man an Kreuzungen ein sogenanntes RundumgrĂźn, das heiĂt, einander kreuzende FuĂ- oder Fahrradverkehre bekommen gleichzeitig grĂźnes Licht. Das kann ein Linksabbiegen fĂźr den Radverkehr erleichtern, bedeutet aber letztlich längere Wartezeiten fĂźr alle Verkehrsarten. AuĂerdem entsteht eine erhĂśhte Gefahr von Unfällen zwischen Radfahrern, besonders gegen Ende von deren GrĂźnphase. In den Niederlanden gibt es deswegen Warnschilder an Kreuzungen mit RundumgrĂźn.
Abbieger
In Deutschland und einigen anderen Ländern darf man bei roter Ampel an einer StraĂenkreuzung von einem Radweg auf einen Radweg abbiegen, sofern dabei keine Fahrbahn zu Ăźberqueren ist und sofern es auf dem Radweg keine Haltlinie vor der FuĂgängerfurt gibt. In den Niederlanden ist ein solches Abbiegen nur an Stellen mit einem Zusatzschild erlaubt â an entsprechend angelegten Kreuzungen kann der Radfahrer in der Regel schon vor der Ampelanlage rechts abbiegen.cite-ref-18[18]
Linienbusse und StraĂenbahn
â
Hauptartikel
:
StraĂenbahnsignale in Deutschland
FĂźr StraĂenbahnen und Omnibusse (insbesondere auf Busspuren) gibt es in manchen Ländern eigene Ampeln, die insbesondere der ĂPNV-Bevorrechtigung dienen. Sie leuchten in Deutschland weiĂ und arbeiten mit Formsymbolen statt mit Farbsymbolik (Anlage 4 der BOStrab). In der Schweiz zeigen sie weiĂe Punkten, meist drei horizontal und zwei vertikal angeordnet (âPunktesignaleâ).
Die ĂPNV-Ampeln sind mit der Standardampel zusammengeschaltet, aber nur fĂźr diese Verkehrsmittel von Bedeutung. Mit ihrer Hilfe kĂśnnen ausgewählte Verkehrsarten bevorzugt werden. Sie wird in der Regel eingesetzt, um die Wartezeiten fĂźr Busse, StraĂenbahnen, aber auch Polizei oder Feuerwehr zu minimieren. Deren Annäherung wird mit Hilfe besonderer Detektoren erkannt (Infrarotbakensystem, Oberleitungskontakt). Die Lichtsignalanlage verändert daraufhin die Länge der GrĂźnzeit oder auch die Phasenfolge zu Gunsten dieser Fahrzeuge. Vorteile sind zum einen eine spĂźrbare Beschleunigung des ĂPNV und die Vermeidung von Unfällen mit Einsatzfahrzeugen. Zum anderen ist es fĂźr den Ăźbrigen Verkehr vorteilhaft, dass besondere Phasen fĂźr Busse und StraĂenbahnen nur dann geschaltet werden mĂźssen, wenn sich ein solches Fahrzeug der Kreuzung nähert. Der Erhalt einer grĂźnen Welle ist mit der ĂPNV-Priorisierung allerdings kaum mĂśglich.
Engstellenregelung
Lichtsignalanlagen werden auch zur Regelung von Engstellen benutzt, dauerhaft wie an engen UnterfĂźhrungen oder temporär, beispielsweise bei Baustellen. Dabei werden meist temporäre mobile Anlagen (Baustellenampeln) aufgestellt. Diese Anlagen besitzen in der Regel nur zwei Signalgeber. Sie regeln einen einspurigen StraĂenabschnitt, der jeweils nur in einer Richtung (Einbahnwechselverkehr) durchfahren werden kann. Wichtig ist die korrekte Einstellung der Räumzeiten, die je nach der Länge der Engstelle variiert. Da diese Anlagen meistens mobil eingesetzt werden, sind sie dann mit Akkus oder einem Photovoltaik-Paneel als Stromversorgung und mit einer Funkverbindung ausgestattet.
Abschnittssperrung
Lichtzeichen kĂśnnen fĂźr eine Komplettsperrung eines StraĂenabschnitts eingesetzt werden, zum Beispiel zur Sperrung der Einfahrt eines Tunnels im Falle eines Verkehrsunfalls oder Brandes. Die zugehĂśrigen Signale sind im Normalfall dunkel und wechseln im Sperrfall Ăźber Gelb auf Rot.
Private Anlagen
Ampeln kĂśnnen auf Privatgrund verwendet werden, um Zufahrten zu regeln (Tiefgaragen-Zufahrten mit nur einer Fahrbahn oder bei WaschstraĂen). Da hier meist nur Schrittgeschwindigkeit gefahren wird, beschränkt man sich häufig auf die Farben Rot und GrĂźn.
Standard-Ampelanlage
Eine normale europäische Lichtzeichenanlage steuert den Verkehr mit Hilfe der drei Signalfarben Rot, Gelb und Grßn. Zur Regelung des Verkehrs werden diese Farben einzeln oder in Kombination angezeigt. Die Reihenfolge (Signalfolge oder Farbbildfolge genannt) solch einer Lichtzeichenanlage ist dabei immer:
⢠Rot: Keine Einfahrerlaubnis
⢠Gelb: Auf nächstes Signal warten
⢠Grßn: Der Verkehr ist freigegeben
Rot ist einheitlich auf der ganzen Welt mit Ausnahme der umgedreht montierten Tipperary-Hill-Ampel in der Stadt Syracuse (New York, USA) immer oben angeordnet. Dies ermÜglicht Menschen mit Rot-Grßn-Sehschwäche oder Farbenblindheit die Orientierung. Bei quer liegenden Ampeln befindet sich das Rotlicht in Ländern mit Rechtsverkehr auf der linken Seite, in Ländern mit Linksverkehr auf der rechten Seite, folglich immer in der Fahrbahnmitte. In der Schweiz konnte frßher bei liegenden Ampeln das Grßnlicht quadratisch, das Gelblicht dreieckig sein. Heute mßssen sie rund sein.cite-ref-19[19]
Die optische Erscheinung besteht in der Regel aus einem schwarzen Hintergrund mit runden oder quadratischen Lichtsignalen. Zur Abschirmung gegen Sonnenlichteinfall und Verhinderung von Phantomlicht werden Abschirmblenden, auch Schuten genannt, montiert. Falls notwendig werden zur besseren Wahrnehmung der Signalgeber an diesen zusätzliche schwarz/weiĂe Kontrastblenden angebracht.
Varianten der Standard-Ampelanlage in verschiedenen Ländern
In einzelnen Ländern sind noch zusätzliche Farbkombinationen zugleich oder hintereinander mÜglich:
⢠Rot-Gelb: Zwischen Rot und GrĂźn: Achtung, gleich wird die Erlaubnis zur Fahrt gegeben. Zum Beispiel in Deutschland, GroĂbritannien, Kroatien, Litauen, Norwegen, Ăsterreich, Polen, Russland, Saudi-Arabien, Schweden, der Schweiz, der Ukraine und Ungarn. Diese Phase dauert bis zu 2 Sekunden.
⢠Grßn-Gelb
⢠zwischen Grßn und Gelb: Achtung, es wird gleich Gelb (beispielsweise in der DDR, nicht RiLSA-konform, daher ab der Wiedervereinigung nach und nach abgeschafft)
⢠rotes Blinklicht: Stopp! Anhalten, dann langsam weiterfahren, wenn Kreuzung frei. (Vereinigte Staaten, Japan, Sßdafrika, Taiwan)
⢠grßnes Blinklicht
⢠am Ende der GrĂźnphase: Achtung, es wird gleich Gelb gezeigt in Volksrepublik China, Israel, Kroatien, Litauen, Lettland, Mexiko, Ăsterreich, Russland, Serbien, Slowenien, der TĂźrkei, Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain und der Ukraine.
⢠am Anfang oder am Ende der Grßnphase: Geschßtztes Linksabbiegen mÜglich in den meisten kanadischen Provinzen inklusive QuÊbec, nicht aber British Columbia.cite-ref-travel-library-23-0[23]
⢠bei der FuĂgängerampel: Achtung, es wird gleich Rot gezeigt in Ăsterreich, Polen, Lettland, Litauen, den Niederlanden, Norwegen, Russland, Schweden, Japan, Singapur, Ungarn und Rumänien, Schweiz (in gewissen Kantonen, z. B. Basel-Stadt), Spanien, teilweise in Deutschland an Fahrradampeln zu finden.
⢠gelbes Blinklicht
⢠Ampelanlage auĂer Betrieb, auf den Seiten der Kreuzung, die Vorfahrt gewähren mĂźssen, in Deutschland
⢠Ampelanlage auĂer Betrieb, auf allen Seiten der Kreuzung, auch den Vorrang habenden, in Ăsterreich, Schweiz, Italien, Litauen, Polen, und teilweise Deutschland.
⢠statt der GrĂźnphase: Bezeichnet eine Ampel, die nur auf Rot geschaltet wird, wenn FuĂgänger den Knopf drĂźcken (bei manchen FuĂgängerĂźbergängen mit Ampel in Italien)
⢠nach Ende der Rotphase, statt Rot-Gelb: Weiterfahren erst, wenn keine FuĂgänger mehr auf der Fahrbahn sind (bei âPelicanâ-FuĂgängerampeln in GroĂbritannien, Zypern)
⢠Kreuzung kann vorsichtig passiert werden: Vereinigte Staaten (Vorfahrtsrecht gegenßber den Richtungen mit rotem Blinklicht), Japan
⢠gelbes Blinklicht statt Grßn (im untersten der drei Signalfelder) nach Rotphase: Abbiegen unter Beachtung der Vorfahrt mÜglich; vorfahrtberechtigter Konfliktverkehr mÜglich (z. B. in Frankreich, Irland, Schweiz)
⢠Grßn folgt statt auf Rot-Gelb direkt auf Rot: in Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Griechenland, Irland, Japan, Luxemburg, den Niederlanden, Rumänien, Australien, Neuseeland, Taiwan, Brasilien und den Vereinigten Staaten
⢠Rot-GrĂźn-/GrĂźn-Rot-Wechsel ohne Gelbphase: In den Industriezentren der Volksrepublik China gibt es Ampeln, die nur von Rot nach GrĂźn und umgekehrt wechseln. Gelbe Signalfelder gibt es dann nicht. Die Anlagen besitzen einen Zähler, der in der jeweiligen Farbe GrĂźn oder Rot auf null herabgezählt wird. Bei Erreichen der Null wird â sofern vorhanden â nur von GrĂźn nach Rot, ein gelbes Signalfeld angezeigt und nach kurzer Zeit dann auf die andere Farbe umgestellt. Nun beginnt entweder sofort oder erst fĂźr die letzten Sekunden der Countdown erneut. Jeder FuĂgänger und FahrzeugfĂźhrer kann somit zu jeder Zeit beobachten, wie lange die aktuelle Phase noch gĂźltig sein wird. Abrupte BremsmanĂśver werden so vermieden, und der Wartende wird nicht durch Ungewissheit gestresst. Solche Ampeln befinden sich vereinzelt in Deutschland, zum Beispiel fĂźr den FuĂverkehr in Hamburg (in den StraĂen um die Binnenalster). In SĂźdkorea werden alternativ Leuchtbalken verkĂźrzt.
Die Bedeutung der einzelnen Farben ist nicht in allen Ländern gleich. So ist beispielsweise in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada und in China bei Rotlicht zwar ein Ăberqueren der Kreuzung verboten, ein Rechtsabbiegen jedoch in den meisten Staaten und Provinzen erlaubt. In Deutschland gibt es mit dem GrĂźnpfeil-Zusatzschild neben der Ampel eine ähnliche Regelung. Wenn sowohl die StraĂe, aus der man ausfährt, als auch die, in die man einmĂźndet, eine EinbahnstraĂe ist, darf in vielen Bundesstaaten der USA auch bei Rot nach links abgebogen werden, sofern dies kein Zusatzschild verbietet.
FuĂgängerampeln
FuĂgängerampeln zeigen in Europa in der Regel das Symbol eines stehenden (bei Rot) oder gehenden (bei GrĂźn) FuĂgängers (Ampelmännchen). Gelbphasen, die auf die GrĂźnphase folgen, sind in Italien, der Schweiz, Liechtenstein, Irland und in DĂźsseldorfcite-ref-ddorf-fu-gaengerampel-gelbphase-24-0[24]cite-ref-gelbzeit-25-0[25]cite-ref-26[26] anzutreffen. Bei Rot sind Streuscheiben mit stehenden Ampelmännchen und bei GrĂźn und Gelb mit laufenden Männchen in der Signalkammer eingesetzt. In DĂźsseldorf besteht das Gelbsignal hingegen aus einem waagerechten Balken.cite-ref-gelbzeit-25-1[25] In Italien ist bei Gelb ein stehendes Ampelmännchen zu sehen. Selten sind in Italien noch die alten, zweifarbigen Modelle (nur Rot und GrĂźn) â manche mit der Aufschrift ALT bei Rot und AVANTI bei GrĂźn und andere mit den herkĂśmmlichen Ampelmännchen â anzutreffen.
Stattdessen wird in einigen Ländern vor der Rotphase eine blinkende grĂźne Ampelphase angezeigt. In Australien ist vor der Rotphase eine blinkende rote Ampelphase erkennbar und der Signalton fĂźr Blinde endet. Beide Phasen ordnen an, dass FuĂgänger, die sich noch auf der Fahrbahn befinden, das Ăberqueren der StraĂe zĂźgig beenden und dass ankommende FuĂgänger auf dem Gehweg warten sollen.
In einigen Städten in Deutschland gibt es dreifeldige FuĂgängersignale. Hier ist die Signalkammer fĂźr Rot doppelt vorhanden. Dadurch kann trotz Rot-GrĂźn-Sehschwäche erkannt werden, ob die Ampel Rot oder GrĂźn zeigt. AuĂerdem wird vermieden, dass bei Ausfall eines Rotlichts die Anlage aus SicherheitsgrĂźnden abgeschaltet werden muss.
Eine Besonderheit an FuĂgängerampeln gibt es in Marl. Dort wurden 2014 die ersten sprechenden Ampeln Deutschlands installiert. Hierbei handelt es sich um ein Modul, welches dafĂźr sorgt, dass bei Betätigung des Signalanforderungsgeräts am Ampelmast âDankeschĂśn, gleich wirdâs GrĂźn.â ertĂśnt.cite-ref-27[27] Die Stadt Marl mĂśchte mit dem Pilotprojekt sehbehinderten Menschen eine weitere UnterstĂźtzung bieten sowie zur häufigeren Nutzung der Ampeln animieren und damit âRotlichtgehenâ vermeiden. Bisher wurden vier Anlagen mit dem System ausgestattet, weitere sollen folgen.
In Taiwan gibt es FuĂgängerampeln mit einer Animation des grĂźnen Ampelmännchens. Gegen Ende der GrĂźnphase wechselt das Männchen von seiner zuvor gemächlichen Gangart in einen eiligeren Laufschritt. Zusätzlich wird noch die bis zum Beginn der Rotphase verbleibende Zeit angezeigt. Auch in Tanger (Marokko), in der TĂźrkei, in Portugal und Spanien gibt es Ampeln mit einem in der GrĂźnphase animierten Ampelmännchen.
| | |
|---|---|
| Polnische Ampelmännchen | Polnische Ampelmännchen |
FuĂgängerampeln in Nordamerika haben Signale mit den Farben Orange (Portland orange) und WeiĂ (Moon white). Dabei erscheinen die Anzeigen entweder in Textform (âDonât Walkâ / âWalkâ) oder als Piktogramme (Hand oder Silhouette). Der Signalablauf einer FuĂgängerampel ist dabei wie folgt:
⢠Hand: Ăberquerung verboten;
⢠Silhouette: Ăberqueren der Kreuzung mĂśglich;
⢠Blinkende Hand: Ăberqueren beenden (entspricht der Rotphase in Deutschland, bevor der Querverkehr GrĂźn hat). Häufig wird dabei gleichzeitig in einem Countdown die Anzahl der fĂźr das Ăberqueren der StraĂe verbleibenden Sekunden angezeigt.
In vielen Staaten Nordamerikas werden Anzeigen in Textform bei neueren Ampeln nicht mehr verwendet. Hier gibt es nur noch die Hand und die Silhouette.
Ablauf und Technik
Die Längen der einzelnen Phasen sind in einem Signalzeitenplan festgelegt, oder sie werden verkehrsabhängig gesetzt. In den Zeitfenstern zwischen den GrĂźnphasen der unterschiedlichen Fahrbeziehungen mĂźssen die kritischen Verkehrsflächen (Konfliktflächen) geräumt werden. Diese Zeiten heiĂen Zwischenzeiten und werden nach den Räumwegen, Einfahrwegen und Geschwindigkeiten berechnet.
Bei der verkehrsabhängigen Steuerung wird durch Einsatz von Verkehrsdetektoren (Induktionsschleifen, Bewegungsmelder, Videokamera) die GrĂźnphase so lange verlängert, dass alle Fahrzeuge eines Pulks passieren kĂśnnen. Mit RĂźcksicht auf die zumutbare Wartezeit der anderen Verkehrsteilnehmer ist ein Maximalwert eingestellt. Es ergibt sich eine variable Umlaufzeit aus der Summe der Ampelphasen. Bei der Festzeitsteuerung sind die GrĂźnzeiten und die Umlaufzeit Ăźber einen gewissen Zeitraum konstant und werden per Wochenautomatik durch Umschaltung in andere Programme gewechselt. Dadurch kann auf unterschiedliche Verkehrsbelastungen (Berufs-, Tages- und Nachtverkehr usw.) reagiert werden. Im Regelfall liegt die Umlaufzeit zwischen 45 und 120 Sekunden. Je hĂśher die Umlaufzeit, desto hĂśher in der Regel die Leistungsfähigkeit, aber desto hĂśher die Wartezeiten fĂźr die Verkehrsteilnehmer. Diese Leistungsfähigkeitssteigerung findet ihre Grenzen, wenn wartende Linksabbieger Ăźber ihre Linksabbiegespur hinaus zurĂźckstauen und Fahrspuren verstopfen. FĂźr automatische Ampeln wird ein individueller Algorithmus programmiert (sog. Phasenplan), diese steuern unter anderem die PhasenĂźbergänge und ggfs. Anforderungen (z. B. eine ĂPNV-Beschleunigungcite-ref-28[28]).
In groĂen Städten werden die Signalanlagen meistens zentral gesteuert und Ăźberwacht. Damit werden fĂźr StraĂenzĂźge nach Tageszeit oder Verkehrsaufkommen jeweils die geeigneten Programme geschaltet, StĂśrungen festgestellt und Daten der Verkehrsbelastung erhoben.
Bei der verkehrsabhängigen Steuerung werden die einzelnen VerkehrsstrĂśme je nach Bedarf bedient. Die einfachste Form ist die FuĂgängerampel mit Drucktaste (Anforderung). Bei vollverkehrsabhängigen Anlagen wird die Länge der Phasen nach der GrĂśĂe der jeweils gesteuerten VerkehrsstrĂśme berechnet. Bei grĂźnen Wellen ist dieses nur bedingt mĂśglich. Die verkehrsabhängige Steuerung kann verwendet werden, um bestimmten Verkehrsteilnehmern wie dem Ăśffentlichen Personennahverkehr (ĂPNV) Prioritäten zuzuteilen.
Weiterhin kĂśnnen Feuerwehren, die Polizeien oder das Militär EingriffsmĂśglichkeiten auf die Steuerung haben. Die Feuerwehren und die Bundeswehr kĂśnnen lange und prompte GrĂźnphasen fĂźr ausrĂźckende Fahrzeuge von den Wachen aus anfordern. An einigen Anlagen befindet sich zudem eine Handschaltung, an der der Signaldienst oder die Polizei auf den Programmablauf einwirken kĂśnnen. Dabei gibt es die Optionen Normalbetrieb, Hand ein (Ist-Zustand wird beibehalten), Start (Weiterschaltung um einen Schritt), LZA aus, LZA aus und Nebenrichtung Gelb, alle Gelb und Not-Aus. Programmlogiken (auch fĂźr Handsteuerung) schĂźtzen den Verkehr vor der Freigabe fĂźr alle Fahrtrichtungen (sogenanntes âfeindliches GrĂźnâ).
An den Kreuzungen werden mehrere Signalgeber, die zu einer Signalgruppe zusammengeschaltet werden, pro Richtung angebracht. Die Signale sind an Hauptfahrbahnen an Peitschenmasten, an kurzen Masten an der Seite der Fahrtrichtung montiert, fĂźr Ăźbrige StraĂenteile sind diese seitlich angebracht oder hängen hinab. Die Anbringung erfolgt weltweit Ăźberwiegend vor dem geschĂźtzten Bereich. In Nordamerika und SĂźdafrika befinden sich die Signalgeber meist mittig Ăźber der Kreuzung. In Polen befinden sich teilweise die Peitschenmasten einige Meter hinter dem rechten Hauptsignal. Damit hier von direkt an der Kreuzung stehenden FahrzeugfĂźhrern der Signalgeber sichtbar ist, werden zum Teil in AugenhĂśhe kleinere Signalgeber montiert.
Signalbegriffe werden mit einfarbigen Streuscheiben (kolorierte GlaskĂśrper mit Streulinsen vor den Leuchtmitteln), bestimmte Fahrtrichtungen (z. B. Linksabbieger) zusätzlich mit Masken in diversen Pfeilformen, Richtungssignal genannt, dargestellt. FĂźr FuĂgänger-, Bus-, StraĂenbahn- oder Sondersignale werden ebenfalls Masken in verschiedenen Formen verwendet.
Um den Verkehr gezielter zu steuern, gibt es neben der Ăźblichen Form der Lichtzeichenanlage noch weitere Arten:
⢠Grßner Pfeil innerhalb des Knotenpunktes: Hiermit wird angezeigt, dass alle konfliktträchtigen VerkehrsstrÜme Rot haben und der Knotenpunkt geräumt werden kann; dieser wird fßr Links- und Rechtsabbieger als Abbiegehilfssignal bzw. Rechtsabbiegerzusatzsignal eingesetzt.
⢠Wenn die Kreuzung gleichberechtigt von StraĂenbahnen befahren wird, sind meistens noch zusätzliche Signalgeber mit weiĂen Leuchtfeldern vorhanden. Es bedeuten: waagerechter Balken= halt, senkrechter Balken= geradeaus frei, schräg nach rechts bzw. links steigender Balken= rechts bzw. links abbiegen frei. WeiĂer Punkt= anhalten (entsprechend dem Gelbsignal fĂźr Kfz). Auf der Spitze stehendes weiĂes Dreieck= Permissivsignal d. h. Fahrt bei Beachtung bevorrechtigter Fahrzeuge erlaubt. Diese ĂPNV-Signale kĂśnnen auch fĂźr Busse auf besonderen Fahrstreifen gezeigt werden.
⢠Bei Kreuzungen direkt bei BahnĂźbergängen wird die BahnĂźbergangssicherung in eine Lichtzeichenanlage integriert. Die Sicherungstechnik wird dann sehr aufwändig. Sie bevorzugt bei schlieĂendem BahnĂźbergang den abflieĂenden Verkehr. Eine solche Anlage wird in Deutschland als BĂSTRA bezeichnet (Richtlinien Ăźber Abhängigkeiten zwischen der technischen Sicherung von BahnĂźbergängen und der Verkehrsregelung an benachbarten StraĂenkreuzungen und -einmĂźndungen).
Bei groĂen Knotenpunkten ist es durchaus Ăźblich, innerhalb der Kreuzung den Verkehr noch durch weitere Lichtzeichen zu steuern.
Zusätzlich zu den Lichtzeichen fĂźr den allgemeinen Fahrzeugverkehr sind meistens Zeichen fĂźr den FuĂgängerverkehr und bei in die Kreuzung integrierten RadverkehrsfĂźhrungen fĂźr den Radverkehr vorhanden.cite-ref-29[29] Diese bestehen nur aus einem roten und einem grĂźnen Licht. In einigen Gebieten Deutschlands gibt es Anlagen, die fĂźr FuĂgänger und Radfahrer aus zwei roten und einem grĂźnen Licht bestehen. Der Grund hierfĂźr ist, dass die FuĂgänger und Radfahrer so besser auf die Wartephase aufmerksam gemacht werden. In den letzten Jahren wird jedoch aus KostengrĂźnden häufiger auf das zweite rote Signal verzichtet. Die Signale fĂźr FuĂgänger und Radfahrer kĂśnnen entweder rund wie in Deutschland oder rechteckig wie in Wien ausgefĂźhrt werden. Meistens ist in der Streuscheibe noch symbolisch eine stehende oder eine gehende Figur angezeigt. FĂźr die Radfahrer wird lediglich das Sinnbild eines Fahrrades angezeigt.
Als Besonderheit gibt es in DĂźsseldorf flächendeckend fĂźr FuĂgänger eine Gelbphase in Form eines waagerechten Balkens, im Unterschied zum Gelbsignal des rollenden Verkehrs wird hiermit die Räumzeit signalisiert.cite-ref-ddorf-fu-gaengerampel-gelbphase-24-1[24] In Aachen gab es diese Besonderheit bis 2006 an zwei Ampeln, nach der Umstellung vieler Ampeln auf Leuchtdioden wurde dies nicht Ăźbernommen. In DĂźsseldorf dagegen werden auch neue Ampeln wieder mit dem zusätzlichen Signal ausgestattet. Die zusätzliche Sicherheit wird von der Stadt aktiv mit dem Titel âGelb-Zeitâ mit Plakaten und BroschĂźren beworben.cite-ref-tux-gelbzeit-30-0[30] FuĂgängerkreuzungen mit StraĂenbahnen werden oft durch zwei wechselseitig blinkende gelbe Lichter (sogenannte Hilfssignale) gesichert, auf denen durch eine Maske eine StraĂenbahn dargestellt wird.
Durch Zusammenschalten mehrerer Anlagen hintereinander, die aufeinander abgestimmt sind, ist bei konstanter Umlaufzeit eine sogenannte âgrĂźne Welleâ mĂśglich. Planerische konkurrierende Belange bei der Gestaltung eines Signalprogramms sind: grĂźne Welle fĂźr den Kraftfahrzeug-Verkehr, grĂźne Welle fĂźr den Radverkehr, durchgängige FuĂgängerĂźberquerungsmĂśglichkeit Ăźber Mittelinseln hinweg, Freigabezeitbedarf oder Bevorrechtigung des Ăśffentlichen Verkehrs, Blinden-LSA, Sicherheitsaspekte und Leistungsfähigkeit.
In Deutschland spricht man von einer PfÜrtneranlage, PfÜrtnerampel, Zuflussregelung oder Zuflussdosierung, wenn die Leistungsfähigkeit an einem bestimmten Signalquerschnitt absichtlich gemindert wird. Sie hält den nachfolgenden Streckenabschnitt frei von Staus und damit funktionsfähig. Weiterhin werden Emissionen stehender und beschleunigender Kraftfahrzeuge in den Bereich vor der Lichtzeichenanlage verlagert.
Sonderbauformen
Lichtsignale auf Anforderung und zweifeldige Signalgeber
Bei einer Bedarfsampel (Gelb-Rot, kein GrĂźn), mit zweifeldigen Signalgebern nach RiLSA Kapitel 1.4, in Ăsterreich unvollständige Verkehrslichtsignalanlage (UVLSA), wird im Regelfall in der Grundstellung kein Lichtsignal gezeigt; GrĂźn ist nicht vorhanden. Es gelten die allgemeinen Vorfahrtsregeln oder die Ăśrtliche Beschilderung, solange die LSA dunkel ist. Nur bei Bedarf werden Signale (Gelb oder Rot) gezeigt. Dabei leuchtet zuerst beispielsweise fĂźnf Sekunden lang das gelbe Licht und danach das rote Licht. Manche Anlagen zeigen nach Ende der Rotphase noch die von Anlagen mit drei Lampen bekannte Rot-Gelb-Phase, andere erlĂśschen direkt nach der Rotphase und erlauben das sofortige Losfahren, wenn keine andere Beschilderung dies verbietet.
Eine Ampel ohne GrĂźnlicht hat den Zweck, eine Richtung nur bei Bedarf auf Anforderung zu sperren. Ist die Ampel dunkel (also nicht grĂźn), hat diese Richtung keine freie Fahrt (keine Bevorrechtigung), sondern muss ggf. Verkehrszeichen beachten und Vorfahrtsregeln einhalten, eben als ob keine Ampel vorhanden wäre. Solche Anlagen findet man häufig bei BahnĂźbergängen, FuĂgängerĂźbergängen, aufgeweiteten Knotenpunkten sowie an Ausfahrten von Einsatzfahrzeugen wie an Feuerwachen. Die Ampeln ohne GrĂźnlicht sind jedoch auch auf grĂśĂeren Kreuzungen im Einsatz, wo sie regelmäĂig geschaltet werden (wie am Effnerplatz in MĂźnchen).
Nach § 37 StVO Abs. 2.3 haben Wechsellichtzeichen in Deutschland âdie Farbfolge GrĂźn â Gelb â Rot â Rot und Gelb (gleichzeitig) â GrĂźnâ. Nach Abs. 2.3 (3) kĂśnnen âLichtzeichenanlagen auf die Farbfolge Gelb â Rot beschränkt seinâ.
Verkehrsabhängige Anlagen werden bei Kreuzungen mit schwachem Querverkehr verwendet, wobei der Querverkehr durch Verkehrsdetektoren erfasst erst bei Annäherung eines Fahrzeuges (Induktionsschleifen oder PIR-Sensoren) freie Fahrt bekommt (Freigabeanforderung). Bei stark belasteten Knotenpunkten kann die Freigabezeit verkehrsabhängig ebenfalls durch Induktionsschleifen gesteuert werden.
Bei Bedarfsanlagen fĂźr FuĂgängerĂźbergänge werden die Ampeln erst auf Knopfdruck eines FuĂgängers fĂźr ihn auf GrĂźn geschaltet (Bedarfsphase). Immer wieder finden sich an FuĂgängerĂźbergängen auch DruckknĂśpfe, die die FuĂgängerampel vermeintlich auf GrĂźn schalten lassen, aber eigentlich wirkungslos sind. FĂźr den wartenden FuĂgänger machen sie sich als Placebo-Effekt auf die Wartezeit zunutze. An einigen Lichtsignalanlagen unterscheidet sich die nächste GrĂźnphase tatsächlich nicht, ob der Knopf betätigt wird oder nicht,cite-ref-31[31] da sie an dieser Phase des Signallaufplans mĂśglich ist und keine Wartezeiten anderer Verkehrsteilnehmer verursacht. Die Anforderungstaster werden mitunter als unhygienisch angesehen und FuĂgänger kĂśnnen sich durch die Benutzung mit Krankheiten infizieren.cite-ref-32[32]
Ein Sonderfall ist die âSchlafampelâ, die sich erst beim Knopfdruck einschaltet und damit Energie spart. Diese Art der Ampel zeigt nach dem Einschalten (durch Knopfdruck eines FuĂgängers) zunächst GrĂźn fĂźr den Kfz-Verkehr, um dann auf Rot fĂźr den Kfz-Verkehr und GrĂźn fĂźr FuĂgänger und wieder zurĂźck zu schalten. In der nächsten GrĂźnphase fĂźr Autofahrer schaltet sie sich dann wieder vollständig ab. Häufig wird bei solchen Schlafampeln das grĂźne Lichtzeichen eingespart, es gibt also nur rotes und gelbes Licht. Betätigt ein FuĂgänger den Anforderungstaster, wird fĂźr den Kfz-Verkehr sofort die Gelb-Phase, gefolgt von der Rot-Phase eingeschaltet. AnschlieĂend wird die Ampel vollständig abgeschaltet, wodurch direkt von der Rot- in eine (nicht sichtbare) GrĂźn-Phase Ăźbergeleitet wird.
Zuflussregelungsanlagen regeln mit Hilfe von LZA den Zufluss von Kraftfahrzeugen auf Autobahnen.
Mit Hilfe einer Vorrangschaltung kĂśnnen Busse, Bahnen und Einsatzfahrzeuge bereits vor Eintreffen am Knoten GrĂźn anfordern (siehe unten).
Bauliche Besonderheiten
Wenn die Installation eines senkrecht stehenden Signalgebers beispielsweise durch eine HĂśheneinschränkung in einem Tunnel nicht mĂśglich ist, so kĂśnnen diese waagerecht angeordnet werden, und zwar in der Reihenfolge Rot â Gelb â GrĂźn von links nach rechts (gilt fĂźr den Rechtsverkehr). In Deutschland sind waagerechte Ampeln gemäà StVO nicht zugelassen.
Der nicht beleuchtete GrĂźnpfeil in Deutschland ist eine Ergänzung an Lichtzeichenanlagen, durch die die Wartezeit fĂźr Rechtsabbieger bei bestimmten Verkehrssituationen verkĂźrzt wird. Dargestellt wird er durch einen nach rechts gerichteten Pfeil auf einer kleinen Blechtafel rechts neben dem roten Licht der Ampel (Zeichen 720). Er erlaubt Fahrzeugen das Abbiegen nach rechts trotz rotem Lichtzeichen an einer Ampel, wenn sie zuvor an der Haltlinie angehalten haben und wenn eine Behinderung oder Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, insbesondere des FuĂgänger- und Fahrzeugverkehrs der freigegebenen Verkehrsrichtung, ausgeschlossen ist.
Mancherorts wird den Radfahrern ein Ampelgriff zum Festhalten angeboten.
Zusätzliche Informationen fßr Verkehrsteilnehmer
Akustische Freigabesignale
Viele FuĂgängerampeln sind in Umsetzung des Zwei-Sinne-Prinzips zusätzlich mit akustischen Freigabesignalen ausgestattet, durch die Sehbehinderte am Geräusch erkennen kĂśnnen, ob sie gehen dĂźrfen oder nicht und in welcher Richtung die Freigabe erfolgt.cite-ref-33[33] Das akustische Freigabesignal muss eine Frequenz von 880 Hz Âą 50 Hz haben und soll mit einer Taktfrequenz von 2 Hz Âą 10 % betrieben werden. Das Ein-/Ausschaltverhältnis beträgt 1:1 Âą 10 %. Um den Signalmast auffinden zu kĂśnnen, werden oft PilottĂśne an den Signalmasten abgegeben. Sie mĂźssen sich von den FreigabetĂśnen deutlich unterscheiden. Die RiLSA schlagen ein Tickergeräusch im Dauerbetrieb vor, das im Umkreis von fĂźnf Metern des Signalmastes zu hĂśren sein soll. Eine weitere MĂśglichkeit sind taktile Signalgeber (meistens gelbe Kästchen), an deren Oberseite eine Vibrationsplatte mit einem tastbaren Pfeil angebracht ist. Bei GrĂźn vibriert diese Platte.
Reliefsymbol
FĂźr Sehbehinderte ist an den Seiten einiger KnopfdrĂźcker die Querungssituation in einem symbolischen Relief dargestellt. Durch das Relief kĂśnnen Sehbehinderte sich einen Ăberblick Ăźber die Querung verschaffen.
Das Relief liest sich von unten nach oben. Es besteht aus verschiedenen Modulen, die je nach Ăbergang zusammengestellt werden.cite-ref-34[34] Jeder Ăbergang beginnt mit dem Startsymbol, bestehend aus einem Pfeil und einem breiten Strich, der den Bordstein darstellt. AnschlieĂend folgen verschiedene weitere Module fĂźr Verkehrsspuren und Inseln. Abgeschlossen wird das Relief mit einem breiten Strich.
Module fĂźr Verkehrsspuren bestehen aus einem Strich in der Mitte und einem Symbol fĂźr die Verkehrsart rechts oder links vom Strich, je nachdem, aus welcher Richtung der Verkehr den Ăbergang kreuzt. Ist eine Kreuzung aus beiden Richtungen mĂśglich, befindet sich das Symbol sowohl rechts als auch links. Ist der Ăbergang mit einer Ampel gesichert, so ist die mittlere Linie durchgezogen, sonst ist sie gestrichelt.
Ein Radweg wird mit zwei horizontal nebeneinanderliegenden Punkten, eine Kfz-Spur durch ein Rechteck und StraĂenbahnschienen durch zwei Ăźbereinander liegende Linien dargestellt.cite-ref-35[35]
Inseln werden als Rechteck, das rechts und links Halbkreise besitzt, dargestellt. Befindet sich auf der Insel ein Anforderungskontakt fĂźr FuĂgänger, so befindet sich in der Mitte des Rechtecks ein Punkt. Ist die Insel Zugang zu einer Haltestelle, so ist das Rechteck in Richtung der Haltestelle offen.cite-ref-36[36]
| Symbol | Sicherung | Typ | Richtung |
|---|---|---|---|
| | | Ende | |
| | Zebrastreifen | Radweg | Zweirichtung |
| | Zebrastreifen | Radweg | rechts |
| | Zebrastreifen | Kfz-Spur | rechts |
| | Zebrastreifen | StraĂenbahnschienen | rechts |
| | | Haltestellen-Insel mit Anforderung | Haltestellenbereich nach links |
| | | Insel mit Anforderung | |
| | | Insel | |
| | Ampel | StraĂenbahnschienen | links |
| | Ampel | Kfz-Spur | links |
| | Ampel | Radweg | links |
| | Ampel | Radweg | Zweirichtung |
| | | Start | |
Restzeitanzeige
Lichtsignalanlagen mit Restzeitanzeige (engl. TTG â time to green) zeigen in einem zusätzlichen Feld die verbleibende Wartezeit bis zum grĂźnen Signal. Solche Anlagen existieren sowohl fĂźr den Kraftfahrzeugverkehr als auch fĂźr FuĂgänger und sind in manchen Ländern die Regel, in Deutschland bisher sehr selten. In Augsburg hat es sich jedoch fĂźr den StraĂenbahn- und Linienbusverkehr durchgesetzt. AuĂerdem gibt es in vielen Ländern Lichtzeichenanlagen, die die Restdauer der GrĂźnphase anzeigen, so in Hamburg an der Binnenalster und am Bochumer Hauptbahnhof.
Countdown der Räumzeit
Lichtsignalanlagen mit Countdown der Räumzeit stellen in einem zusätzlichen Feld zu Beginn der Rotphase der FuĂgänger mit Hilfe von weniger werdenden Balken dar, wie viel Zeit in etwa zum Räumen der Fahrbahn bis zur GrĂźnphase des Querverkehrs bleibt. Derartige Ampeln wurden 2013 in Berlin getestet.cite-ref-39[39]
Geschwindigkeitssignal
â
Hauptartikel
:
Geschwindigkeitssignal
Ein Geschwindigkeitssignal (engl. GLOSA â green light optimized speed advisory)cite-ref-40[40]cite-ref-41[41] ist entweder ein besonderes Lichtsignal einer Ampel, das mehrere hundert Meter vor der Ampel installiert ist, oder in eine Smartphone-Appcite-ref-42[42] bzw. in den Bordcomputer eines Fahrzeugs integriert.cite-ref-43[43] Das Signal bzw. die Software empfiehlt dem FahrzeugfĂźhrer eine bestimmte Geschwindigkeit, damit er während eines grĂźnen Ampelsignals eine Kreuzung passieren kann. Die angezeigte Geschwindigkeit ist eine Empfehlung, aber kein Tempolimit. ZukĂźnftige Entwicklungen kĂśnnen den Bedarf einer Ampelsteuerung dadurch nichtig machen, dass die einzelnen Verkehrsteilnehmer miteinander kommunizieren und dann mit optimaler Geschwindigkeit mĂśglichst ohne anzuhalten Ăźber die Kreuzung gefĂźhrt werden.
Lichtsignalsteuerung
Als Lichtsignalsteuerung wird die planmäĂige Beeinflussung des Verkehrsablaufs durch Lichtsignale bezeichnet. DafĂźr kommt beispielsweise die sogenannte Einsatzpunktsteuerung zur Anwendung. Dabei handelt es sich um eine Lichtsignalsteuerung, bei der die Signalisierungszustände Ăźber festgelegte Einsatzpunkte geschaltet werden. Weiterhin kann die Festzeitsignalsteuerung verwendet werden. In diesem Fall kann der Verkehrsteilnehmer keinerlei Einfluss auf die Lichtsignalsteuerung nehmen (beispielsweise durch eine Bedarfsphase).
Grundsätzlich ist zwischen der Einzelsteuerung und der Gruppensteuerung zu unterscheiden. Bei der Einzelsteuerung erfolgt die Steuerung des Verkehrsablaufs mit einer Lichtsignalanlage ohne die Abstimmung mit anderen Lichtsignalanlagen. Bei der Gruppensteuerung dagegen wird zwischen mehreren Lichtsignalanlagen eine Abstimmung eingerichtet. Als Gruppenknotenpunkt wird ein Knotenpunkt einer Gruppe bezeichnet, bei der die Lichtsignalanlagen steuerungstechnisch miteinander verbunden sind.
Die Signalsteuerung lässt sich auch gut simulierencite-ref-44[44]cite-ref-45[45]cite-ref-46[46] und kommt in der Informatik häufig als Praxisbeispiel zum Einsatz.
Beeinflussung von Ampelphasen durch adaptive Verkehrssteuerung
Adaptive Verkehrssteuerung konnte in der frĂźhen Verkehrstechnik lediglich auf Induktionsschleifen im Fahrbahnbelag und die FuĂgängerdrĂźcker zugreifen und so auf das Verkehrs- und Personenaufkommen reagieren.
Moderne Signalanlagen passen sich an folgende Einflussfaktoren an:
⢠Kameras oder Bewegungsmelder erkennen die Bewegung und den Ăberquerungsbedarf von Fahrzeugen, Fahrrädern oder FuĂgängern.cite-ref-47[47]
⢠Bodenschleifen erkennen Radfahrer auf Radwegen.
⢠Smartphone-Apps melden Radfahrer an der Ampel an oder geben die optimale Geschwindigkeit fßr eine grßne Radfahrwelle vor.cite-ref-48[48]
⢠Fahren mehr Fahrzeuge als ßblich in einer Grßnphase, so kann diese durch Grßnphasenverlängerung mehr Fahrzeuge passieren lassen. Die Grßnphasenverlängerung wird auch genutzt, wenn die Ampel gemäà Programm eigentlich auf Rot schalten wßrde, aber noch ein Fahrzeug als Nachzßgler erkannt wurde. Zur ErhÜhung der Verkehrssicherheit wird die Grßnphasenverlängerung genutzt, wenn sich zwei Fahrzeuge in der Dilemmazonecite-ref-49[49] befinden und die Gefahr besteht, dass es zu einem Auffahrunfall kommt, wenn ein Fahrzeug bei Gelb bremst, ein nachfolgendes die Bremsung jedoch nicht bemerkt und gleichzeitig beschleunigt, um noch im letzten Moment die Kreuzung zu passieren.
⢠Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten werden zum einen zentral beschleunigt, indem die Zentrale die Ampelschaltungen entlang der geplanten Einsatzstrecke beeinflusst (engl. preemption mode), zum anderen gibt es aber auch die MÜglichkeit, ßber codierte Lichtsender auf den Einsatzfahrzeugen und Empfängern an der Ampel den Weg auf Sichtweite freizuschalten.
⢠Mit steigenden Schadstoffwerten legen Städte und Gemeinden auch Wert auf eine emissionsrelevante Verkehrssteuerung.cite-ref-51[51]
Besondere Steuerungsarten
Eine Sonderform der Ampelschaltung stellt das Diagonalqueren (Rundum-GrĂźn) fĂźr FuĂgänger dar. Dabei zeigen an einer Kreuzung alle FuĂgängersignale gleichzeitig âGrĂźnâ, was ein beliebiges Ăberqueren der Kreuzung erlaubt. Abbiegeunfälle zwischen Fahrzeugen und FuĂgängern werden damit vermieden, jedoch erhĂśht sich die durchschnittliche Wartezeit fĂźr alle Verkehrsteilnehmer. Diese in Japan sehr häufige Regelung ist in Europa kaum Ăźblich. Mancherorts wird sie fĂźr den Fahrradverkehr eingesetzt, mit dem Risiko von Unfällen zwischen Radlern.
Eine weitere, beispielsweise in der Schweiz sehr verbreitete Sonderart stellt die Schaltung âAlles Rot â sofort GrĂźnâ dar. In der Ruhestellung zeigt die Ampelanlage an allen Signalgebern âRotâ. Ăber entfernt liegende Detektoren (z. B. bei zulässiger Geschwindigkeit von 50 km/h in 65 m Entfernung zur Haltlinie) oder an den Masten angebrachte Anforderungsgeräte fĂźr FuĂgänger kann die GrĂźnphase angefordert werden. Die Umschaltung erfolgt hier in der Regel sofort, da nach längeren Rotzeiten keine Zwischenzeiten mehr abgewartet werden mĂźssen. Annähernde Fahrzeuge kĂśnnen, ohne zu verzĂśgern, den Knoten passieren, schnellere Fahrzeuge (Ăźber 50 km/h) mĂźssen hingegen ihre Geschwindigkeit reduzieren.
Ausfallsicherung
Fällt die Steuerung einer Lichtzeichenanlage aus oder tritt eine StĂśrung auf, wird automatisch ein Signalnotprogramm oder ein Ersatzsignalprogramm gestartet, und die Signale der âNebenrichtungenâ erhalten gelbes Blinklicht. Falls die Rotlichter eines âHaupt-Kfz-Signalsâ ausfallen, ist eine Rotausfallsicherung eingebaut, und die Anlage schaltet ebenfalls auf Gelb blinkend.
Eine autarke Signalsicherung bewirkt, dass nicht durch etwaige Schalt- oder Bauteilfehler zwei kreuzende Richtungen gleichzeitig GrĂźn (âFeindliches GrĂźnâ) haben. In diesem Fall wird ebenso auf Gelb blinkend geschaltet.
Das gelbe Blinklicht weist auf eine Gefahrensituation hin, an der man Vorfahrt gewähren muss, und es mßssen an Kreuzungen und Einmßndungen mit Lichtsignalanlagen fßr einen eventuellen Ausfall der Anlage immer vorfahrtregelnde Verkehrszeichen vorhanden sein. Es gelten also die sonstigen Verkehrsregeln entsprechend Kreuzungen und Einmßndungen ohne Lichtzeichenanlagen.
An Kreuzungen, die nachts nicht sehr stark frequentiert sind, werden die Lichtsignalanlagen oft ab einer bestimmten Uhrzeit abgeschaltet, so dass â analog zum oben beschriebenen Ausfall einer Anlage â nur noch gelbes Blinklicht gezeigt wird. Auf der vorfahrtberechtigten StraĂe sind die Signalgeber dunkel. Das Risiko fĂźr schwere Unfälle steige dann um etwa 25 %, und der volkswirtschaftliche Schaden sei deutlich hĂśher als die Stromkosten, die von der Kommune eingespart werden. Unter anderem die Unfallforschung der Versicherungen (UDV) hält deshalb das Ampelabschalten aus GrĂźnden der Verkehrssicherheit fĂźr unvertretbar.cite-ref-53[53] Der Landesbetrieb StraĂen NRW hat 2011 errechnet, dass das Abschalten einer Kreuzungsanlage etwa 330 Euro pro Jahr spart und das Abschalten der FuĂgängerampeln etwa 155 Euro. Wenn Ampeln auf LED-Leuchten umgestellt sind, verliert der Stromspareffekt stark an Bedeutung.
Verhalten im geschĂźtzten Bereich einer Ampelanlage
Rotlicht
Rotlicht zeigende Lichtzeichenanlagen haben Vorrang vor anderen Verkehrszeichen und dĂźrfen nicht passiert werden, auĂer wenn von einem Verkehrsposten anderslautende Weisungen erteilt werden. In Deutschland gibt es noch die Ausnahme mit der Tafel GrĂźnpfeil, bei der man nach Anhalten ebenfalls bei Rot abbiegen darf. Ein Fahrzeug muss im Normalfall vor den Haltlinien angehalten werden. Ein RotlichtverstoĂ liegt bereits vor, wenn sich der FahrzeugfĂźhrer in den sogenannten geschĂźtzten Bereich begibt. Bei kameraĂźberwachten Kreuzungen wird immer eine Kontrollaufnahme angefertigt, da der FahrzeugfĂźhrer wieder zurĂźckgefahren sein kĂśnnte.
Bei Rot muss vor der ersten Haltlinie gehalten werden. Bei Einmßndungen kurz vor der Ampelanlage, an Grundstßcksausfahrten oder an Taxistandplätzen kann es zwei Haltlinien geben. Die erste Haltlinie ist fßr den regulären Verkehr verbindlich, wohingegen die zweite, hinter der ersten und damit näher an der Ampel liegende Haltlinie fßr den besonderen Verkehr verbindlich ist. Hält der reguläre Verkehr bei Rotlicht nicht an der ersten Haltlinie, liegt gemäà ständiger Rechtsprechung ein Rotlichtverstoà vor.
Bringt man das Fahrzeug in einem zu groĂen Abstand vor der Haltlinie zum Stehen, kann es sein, dass man von in der Fahrbahn verlegten Induktionsschleifen nicht registriert wird. Bei verkehrsabhängigen LZA wird dadurch das GrĂźn der eigenen Fahrtrichtung nicht angefordert, und es bleibt Rot, bis man zur Haltlinie vorrĂźckt.
Nähert sich ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht und Einsatzhorn, dem nicht anders Platz gemacht werden kann, soll der Verkehrsteilnehmer unter Wahrung der nÜtigen Vorsicht gerade so weit ßber die Haltlinie hinausfahren, dass das Einsatzfahrzeug passieren kann, und nur, wenn dies ohne konkrete Verkehrsgefährdung mÜglich ist (vgl. Vorfahrtsregeln).
Gelblicht
Zeigt die Ampel Gelb, darf noch ausnahmsweise weitergefahren werden, aber lediglich dann, wenn mittleres Bremsen das Fahrzeug nicht mehr vor der Haltlinie zum Stehen brächte. Wer bei Gelb stark bremst, handelt in aller Regel korrekt. Ein auffahrendes Fahrzeug ist in diesen Fällen meist der hauptsächlich schuldige Unfallverursacher (auf Grund mangelnden Sicherheitsabstands). Diese Verantwortung des Nachfolgenden ist nur dann ausgeschlossen, wenn der Abbremsende bewusst einen Auffahrunfall provozieren wollte. Ohne Beweise (Zeugen) wird ein derartiger Nachweis jedoch schwierig sein. Wird die Lichtzeichenanlage ßberfahren, obwohl sie Gelb anzeigt und der Fahrer gefahrlos hätte bremsen kÜnnen, so zieht dies ein Verwarnungsgeld in HÜhe von 10 Euro nach sich.cite-ref-54[54]
In der VwV-StVO (Deutschland) wird die Dauer der Gelblichtphase abhängig von der zulässigen HĂśchstgeschwindigkeit der Zufahrt folgendermaĂen empfohlen: 3 s bei zul. v = 50 km/h, 4 s bei zul. v = 60 km/h und 5 s bei zul. v = 70 km/h (siehe § 37 Punkt 17 IX. VwV zur StVO). Die Gelblichtphase wird Entleerungsphase und Räumungszeit genannt, da es während dieser Zeit mĂśglich sein sollte, den nachfolgenden StraĂenabschnitt fĂźr den Verkehr zu räumen, der die GrĂźnphase erhalten wird.
GrĂźnlicht
Grßn entbindet nicht von der Sorgfaltspflicht. Selbst wenn man meint, weder die Geschwindigkeit verlangsamen noch anhalten zu mßssen, gibt es Besonderheiten. Wenn die Ampel auf Grßn wechselt und sich noch Nachzßgler im ampelgeregelten Bereich (sog. geschßtzter Bereich) befinden, sind diese grundsätzlich bevorrechtigt, die Kreuzung zu räumen.
An einigen Kreuzungen mit hoher Verkehrsdichte gibt es eine separate Schaltung fĂźr Abbieger in bestimmte Richtungen (grĂźner Pfeil); das heiĂt, nur dieser Abbiegeverkehr hat GrĂźn und braucht keinen entgegenkommenden Verkehr zu beachten, da dieser steht (sogenannte Freiampel).
Abbiegen darf der Verkehr Ăźblicherweise nach links jedoch nur, wenn er Schienenfahrzeuge dadurch nicht behindert. Das heiĂt, wer abbiegen will, muss entgegenkommende Fahrzeuge durchfahren lassen: Schienenfahrzeuge, Fahrräder mit Hilfsmotor und Radfahrer auch dann, wenn sie auf oder neben der Fahrbahn in der gleichen Richtung fahren. Dieses gilt auch gegenĂźber Linienomnibussen und sonstigen Fahrzeugen, die gekennzeichnete Sonderfahrstreifen benutzen. Auf FuĂgänger muss er besondere RĂźcksicht nehmen, und nĂśtigenfalls muss er warten.
Gelbes Blinklicht
Um Energie und Kosten zu sparen, sind in den 1980er Jahren Städte und Gemeinden dazu Ăźbergegangen, Ampeln zu Zeiten geringeren Verkehrsaufkommens nur mit Blinklicht zu betreiben (Nachtabschaltung).cite-ref-55[55] Wenn eine Ampel gelb blinkt, ist der Einfahrende in die Kreuzung zu erhĂśhter Vorsicht aufgerufen und muss gegebenenfalls anderen die Vorfahrt gewähren. Es gelten die ausgewiesenen Verkehrszeichen. Steht an einer EinmĂźndung ein Stoppschild (Zeichen 206), so muss an der Haltlinie und erforderlichenfalls nochmals an der Sichtlinie gehalten werden (Anlage 2, lfd. Nr. 67 zu § 41 StVO). Steht hingegen ein Zeichen 205 (Vorfahrt gewähren!) an einer EinmĂźndung, so darf auch ohne vorher anzuhalten in die StraĂe eingebogen oder die StraĂe Ăźberkreuzt werden. Bevor auf Gelbblinken geschaltet wird, werden oftmals alle Verkehrsachsen aus SicherheitsgrĂźnden fĂźr kurze Zeit auf Rot geschaltet.
In Deutschland blinken abgeschaltete Ampelanlagen meist nur in der Nebenrichtung, in Polen, Italien, Ăsterreich und der Schweiz wird das gelbe Blinklicht fĂźr alle Richtungen angezeigt.
In den USA und Kanada, wo Ăźblicherweise keine zusätzlichen Verkehrszeichen zur Vorfahrtsregelung bei Ampelausfall wie in Europa vorhanden sind, wird in der Nebenrichtung rotes Blinklicht angezeigt, was die Bedeutung eines Stoppschildes besitzt und die Fahrzeuglenker zum Anhalten an der Sichtlinie verpflichtet. In der Hauptrichtung wird gelbes Blinklicht (âAchtungâ) verwendet.
Gelbes Blinklicht wird während des normalen Betriebs von Ampelanlagen zudem als Passive Permit Left Turn (PPLT) â so der existierende amerikanische Fachbegriff â verwendet, um Abbieger vor gleichzeitig freigegebenem Gegenverkehr sowie vor FuĂgängern und Radfahrern zu warnen. In seltenen Fällen wird einer ganzen Fahrtrichtung an Stelle von GrĂźn ein gelbes Blinklicht gezeigt (wie in Augsburg am Bahnhofsplatz). In Frankreich und in der Schweiz sind an Baustellen Ampeln anzutreffen, die an Stelle des grĂźnen Signals ein gelbes, blinkendes besitzen. Hier soll der Verkehrsteilnehmer zu erhĂśhter Vorsicht ermahnt werden. Diese gelben Schutzblinker werden in separatem Gehäuse am Hauptsignal angebracht und mit einem Richtungspfeil versehen, wenn der Vortritt fĂźr FuĂgänger nur fĂźr den abzweigenden Verkehr gilt und deren FuĂgängerfurt parallel zur Richtung geradeaus ebenfalls GrĂźn zeigt.
FuĂgängersignal
Wenn das FuĂgängersignal von GrĂźn auf Rot springt, sollen alle FuĂgänger, die die Fahrbahn schon betreten haben, zĂźgig die Furt Ăźberqueren oder bis zur nächsten sicheren Aufstellfläche weitergehen.
Mit Rotbeginn fängt die Räumzeit der FuĂgänger an, die sicherstellt, dass FuĂgänger den gesamten gesicherten Bereich mit einer Geschwindigkeit zwischen 1,0 und 1,5 m/s (in der Regel 1,2 m/s) bis zum nächsten sicheren Bereich queren kĂśnnen. Erst danach wird der die FuĂgängerfurt kreuzende Verkehr freigegeben. FĂźr abbiegende Fahrzeuglenker bedeutet eine rot signalisierte FuĂgängerfurt nicht, dass sich dort keine FuĂgänger befinden.
Wird ein gemeinsames Signal fĂźr FuĂgänger und Radfahrer verwendet, hat dies insbesondere bei groĂen Kreuzungen unnĂśtig lange Wartezeiten fĂźr Radfahrer zur Folge, die die Kreuzung zu Beginn der Rotphase fĂźr FuĂgänger aufgrund ihrer hĂśheren Geschwindigkeit noch sicher passieren kĂśnnten. Aus diesem Grund wird oft eine zusätzliche Radampel angebracht, die manchmal später auf Rot schaltet. In den Vereinigten Staaten kĂśnnen sich Radfahrer gut an den kurz vor der Rotschaltung rot blinkenden FuĂgängersignalen orientieren, die oft an einen abwärts zählenden Countdown gekoppelt sind. Blinkt das FuĂgängersignal bereits, weiĂ der Radfahrer, dass er beschleunigen muss, um nicht warten zu mĂźssen. Ist der Countdown bis 2 (kleine Kreuzung) oder 5 (groĂe Kreuzung) fortgeschritten, weiĂ der Radfahrer, dass die Zeit zum sicheren Ăberqueren der Kreuzung nicht mehr ausreicht. Unmittelbar mit Dauerrot fĂźr den FuĂgänger (bei Countdown unmittelbar folgend auf â1â) beginnt das Gelbsignal fĂźr den Autoverkehr.
Die Signalfarbe âGelbâ wird in Deutschland fĂźr FuĂgängerampeln in aller Regel nicht genutzt. Ausnahme ist die Stadt DĂźsseldorf, wo es âRot-Gelb-GrĂźnâ-Ampelphasen gibt.cite-ref-ddorf-fu-gaengerampel-gelbphase-24-2[24] Bisweilen sind Auswärtige irritiert Ăźber diese als Sicherheitsphase bezeichnete Signalfolge, weshalb die Stadt DĂźsseldorf eine achtseitige BroschĂźre mit dem Titel âGelbzeit: Die Sicherheits-Phase an DĂźsseldorfer FuĂgängerampelnâ auflegte.cite-ref-56[56]cite-ref-tux-gelbzeit-30-1[30]
FuĂgängersignale kĂśnnen sehr unterschiedlich gestaltet sein. Verbreitet ist das sogenannte Ampelmännchen, auch mit regionalspezifischen Varianten wie dem Mainzelmännchen. Seltener sind Ampelfrauen oder Ampelpärchen.
Ampelversagen
Wenn eine Ampel ausgefallen ist, wird sie mutmaĂlich im gesamten Kreuzungsbereich nicht mehr ordnungsgemäà funktionieren. Eingebaute Schutzschaltungen sorgen daher dafĂźr, dass nicht an zwei querenden Fahrbahnen gleichzeitig GrĂźn angezeigt wird. AuĂerdem muss gewährleistet werden, dass bei Ausfall des Rotlichts eine querende Fahrbahn nicht trotzdem GrĂźn angezeigt bekommt. Ăblicherweise schaltet eine Lichtzeichenanlage entweder auf gelb-blinkend oder schaltet ganz ab. Um den Verkehrsfluss trotzdem zu regeln, sind oft neben den LSA verkehrsregelnde Verkehrszeichen angebracht. Regeln Polizisten den Verkehr, gelten deren Zeichen und Weisungen und sind allen anderen Signalen und Verkehrszeichen vorrangig (auch bei funktionierender LSA). Die Weisungen entbinden die Verkehrsteilnehmer jedoch keinesfalls von der eigenen Sorgfaltspflicht (in Deutschland § 1 Abs. 2 StVO).
Rechtliche Bedeutung in Deutschland
Im deutschen Verkehrsrecht gelten zunächst die allgemeinen Verkehrsregeln, d. h. die §§ 2 bis 35 StVO. Verkehrszeichen gelten diesen gegenĂźber nach § 36 StVO vorrangig. Die LSA sind wiederum vorrangig gegenĂźber Verkehrszeichen nach § 37 Abs. 1 StVO. Den LSA vorrangig sind Zeichen und Weisungen von Polizeibeamten. Die Verhaltensregeln sind in § 37 StVO festgelegt. Verkehrsordnungswidrig handelt derjenige, der die LSA missachtet § 49 Abs. 3 Nr. 2 StVO. Ăberfährt ein KraftfahrzeugfĂźhrer die Haltlinie und fährt in den geschĂźtzten Bereich ein, nachdem die LSA Ăźber eine Sekunde Rot zeigte, handelt es sich um einen qualifizierten RotlichtverstoĂ. Es drohen mindestens ein Monat Fahrverbot, mindestens 200 Euro BuĂgeld sowie zwei Punkte in Flensburg. FĂźr die Ăberwachung des Rotlichtes werden verschiedene MaĂnahmen von den Polizei- und OrdnungsbehĂśrden ergriffen.
Der Träger der StraĂenbaulast ist fĂźr die Aufstellung und den Unterhalt der LSA zuständig. Bau und Betrieb von Lichtzeichenanlagen sind in der Richtlinie fĂźr Lichtsignalanlagen (RiLSA) beschrieben.
Verbesserungsvorschläge
Es wird gelegentlich kritisiert, dass die Querungszeit einzelner oder zahlreicher Ampeln fĂźr FuĂgänger zu kurz sei, um sicher den gegenĂźberliegenden Gehsteig zu erreichen. Besonders schwer wiegt dies bei Ălteren oder Kranken, wenn sie nur langsam gehen kĂśnnen. Aus rechtlicher Sicht muss die Ampel nur beim Betreten der Fahrbahn auf âGrĂźnâ stehen; wenn sie danach unterwegs auf âRotâ wechselt, darf und soll der FuĂgänger zĂźgig seinen Weg zur anderen Seite vollenden, da die Rotphase der kreuzenden VerkehrsstrĂśme um eine ausreichend lange Räumzeit verlängert ist bzw. es zumindest sein soll. Die zulässige und sichere Querungszeit ist dementsprechend länger als die GrĂźnphase selbst. Gleichwohl wird teilweise bereits die gesamte Querungszeit einschlieĂlich Puffer als zu kurz empfunden, sowie ferner kritisiert, dass FuĂgänger deren Ende gar nicht genau wissen kĂśnnen.
Im Herbst 2015 nahm das StraĂenamt der Stadt Graz den webbasierten Ampelbewertungdienst âTraffic Checkâ in Betrieb und erhielt in der ersten Woche 800 RĂźckmeldungen mit Kritik und Verbesserungsvorschlägen. Zwei Drittel betraf Kfz-Verkehr, ein Drittel FuĂ- und Radverkehr. Themen waren âGrĂźne Welle, Wartezeit fĂźr FuĂgänger und Konflikte zwischen Rad- und Autoverkehr.âcite-ref-57[57]
Besondere Ampeln
Heuer-Ampel
â
Hauptartikel
:
Heuer-Ampel
Die Heuer-Ampel geht auf den Erfinder Josef Heuer und das Unternehmen Heuer-Hammer, ein Bearbeitungswerk in Iserlohn-GrĂźne, zurĂźck.cite-ref-58[58] Heuer-Ampeln sind eine besondere Form von Lichtsignalanlagen, die von den 1930er bis in die 1960er Jahre in Deutschland, den Niederlanden und Ăsterreich (Wien) verwendet wurden. (z. B. Dresden, Albertplatz, ab den 1930er Jahren). Es sind wĂźrfelfĂśrmige Gebilde, die mit Drahtseilen Ăźber einer Kreuzung hingen. Sie waren hauptsächlich fĂźr einfache Verhältnisse geeignet, beispielsweise wenn sich zwei StraĂen im rechten Winkel kreuzten. Im Zuge der fortschreitenden Motorisierung in den 1950er Jahren ergaben sich Probleme. Zum 31. Dezember 1972 war entsprechend der seinerzeit reformierten StVO der Betrieb von Heuer-Ampeln als Verkehrsregelungsanlage nicht mehr genehmigungsfähig.
Der Nachbau einer Heuerampel ist in Bochum an historischer Stelle Ăźber der Kreuzung BongardstraĂe/KortumstraĂe zu sehen. In Detmold wurde ein Gerät restauriert, das nun an der Einfahrt der dortigen Technischen Hochschule OWL (THOWL) aufgehängt ist.
Eine sehr ähnliche Anlage existierte unter dem Namen Marshalite in Australien. Sie hatte sogar eine Gelbphase.
Dallas Phasing
Dallas Phasing war ein Design eines FĂźnf-Feld-Signalgebers fĂźr Kreuzungen mit Passive Permit Left Turn (erlaubt das Linksabbiegen, wobei der Gegenverkehr Vorrang hat) in Texas, der das GrĂźn des Gegenverkehrs mit einer gestreift geschwärzten grĂźnen Blende spiegelte.cite-ref-59[59]cite-ref-60[60] Dallas Phasing wurde eingefĂźhrt, um die âYellow Trapâ zu unterbinden, die bei Signalgebern auf der gegenĂźberliegenden Seite der Kreuzung bei unterschiedlich geschalteter Phase des Gegenverkehrs auftrat.cite-ref-61[61]cite-ref-62[62] Im Manual on Uniform Traffic Control Devices (MUTCD) von 2009 wurde das Dallas Phasing, nach Ăźber 15 Jahren,cite-ref-63[63] verboten und einheitlich durch den gelb blinkenden Pfeil ersetzt.cite-ref-64[64]cite-ref-65[65]
Bettelampel
Der Begriff âBettelampelâ wird zum Teil von Radfahrer- bzw. FuĂgänger-Lobbyorganisationen fĂźr phasengesteuerte Ampeln mit separatem Taster fĂźr den Rad- und FuĂverkehr verwendet.cite-ref-66[66] Dies ist zu unterscheiden von einer bedarfsgesteuerten Ampel.
Die sonst auch ohne bestehenden Radfahrer- bzw. FuĂgängerbedarf stets automatisch zyklisch geschaltete Rotphase fĂźr Auto- bzw. LKW-Verkehr mit GrĂźnphase fĂźr Rad- und FuĂverkehr wird hier nur dann aktiviert, wenn durch den in der Regel am Ampelmast angebrachten Taster tatsächlich Bedarf fĂźr Rad- oder FuĂverkehr gemeldet wird.
Ziel ist eine Minderung der Lärm- und Abgasbelastung fĂźr Anwohner durch unnĂśtige Anfahrvorgänge sowie eine Minderung der CO2-Emissionen und eine VerflĂźssigung des StraĂenverkehrs.
Der Begriff ist semantisch falsch bzw. irrefĂźhrend, da der Begriff Betteln impliziert, dass der Anforderung nur gelegentlich entsprochen wird.
Im Oktober 2021 begann ein Pilotprojekt in Karlsruhe zu FuĂgängerampeln, die in der Grundstellung fĂźr FuĂgänger GrĂźn zeigen und fĂźr die Fahrbahn nur durch Anforderung per Induktionsschleife oder Radarsensor umschalten.cite-ref-67[67]
Lärmampel
Die Polizei in Mumbai, Indien, hat eine Ampelanlage getestet, welche die Lärmbelästigung durch hupende Verkehrsteilnehmer reduzieren soll. An der Ampelanlage wurden Dezibel-Messgeräte angeschlossen.cite-ref-0-68-0[68] Wenn diese einen Messwert von mehr als 85 Dezibel detektieren, bleiben die Ampeln länger rot.cite-ref-0-68-1[68] Vergleichbares gibt es auch fßr Geschwindigkeitsßberschreitungen.
Rot-Gelb-Gelb-Ampel
In GĂśttingen-Weende existierte eine Ampel mit zwei gelben Signalen. Statt GrĂźn wurde ein dauerhaftes gelbes Signal geschaltet. Dies sollte FahrschĂźlern das sichere Verlassen eines Parkplatzes ermĂśglichen, allerdings war diese Signalisierung nach der aktuellen deutschen StraĂenverkehrsordnung nicht regelkonform. Hierzu hätte das gelbe Licht blinken mĂźssen, was bei dieser Ampel nicht der Fall war.cite-ref-piratenp-12871-69-0[69]
Dauerrote Ampeln
In Dresden existierte von 1987 bis 2016 mindestens eine Ampel in Verbindung mit einem grĂźnen Pfeil, welche permanent Rot zeigte.cite-ref-70[70] Sie sollte verbotenes Linksabbiegen an dieser Stelle verhindern. Eine einfachere LĂśsung â zum Beispiel ein Stoppschild und das Zeichen 209 â war nicht mĂśglich, weil sich an einer ampelgeregelten Kreuzung an jeder Zufahrt eine Ampelanlage befinden muss.cite-ref-faz-14435741-71-0[71]
Blaue Ampel
Blaue Fahrradampel
Testweise wurden in DĂźsseldorf, Hamburg, Berlin und Hildesheim neben den rot-gelb-grĂźnen auch blaue Fahrradampeln eingefĂźhrt.cite-ref-1-72-0[72]cite-ref-73[73]cite-ref-74[74]cite-ref-75[75] Die Bedeutung des blauen Lichtsignals variierte dabei von Fall zu Fall. Während in DĂźsseldorf bei einigen Ampeln nur darauf aufmerksam gemacht werden soll, dass die Ampel nicht fĂźr andere Verkehrsteilnehmer gilt,cite-ref-76[76] soll eine andere Variante ohne grĂźnes Licht mitteilen, dass die StraĂe frei sei, wenn nur noch die blaue Lampe durchgängig leuchtet (Linksabbiegerampel).cite-ref-1-72-1[72] In Hildesheim wiederum signalisiert das zusätzliche Signal den wartenden Radfahrern, dass die Ampelsteuerung sie erkannt habe und dass es fĂźr die Radler gleich GrĂźn werde.cite-ref-77[77]cite-ref-78[78]
Blauton in Japan
Frßher gab es in Japan nur ein Wort fßr blau und grßn (aoi). Auch wenn es inzwischen verschiedene WÜrter fßr blaue und grßne Farben gibt, so wird das unterste Licht einer Ampel umgangssprachlich als aoi beschrieben. Dies war auch eine lange Zeit so, bis das Wort midori auftauchte, welches mehr oder weniger grßn ist. Anstatt die Bezeichnung von aoi zu midori zu ändern, beschloss die japanische Regierung, dem grßnen Licht einen blauen Ton hinzuzufßgen.cite-ref-79[79]
Ampeln in der Kunst
Siehe auch
⢠LISA+ (Software zur Verkehrsregelung)
⢠VS-PLUS (modellbasiertes Steuerungsverfahren)
⢠Bompel (Boden-Ampel)
⢠Bike-Flash
⢠Yellow Trap
⢠Ampelkoalition
Literatur
⢠Johannes Schwake: Zur rechtlichen Bewertung von âfeindlichem GrĂźnâ â Zugleich Besprechung des Urteils des LG Dresden vom 18.8.2006 (6 O 1536/04). In: Zeitschrift fĂźr Versicherungsrecht, Haftungs- und Schadensrecht. VersR, 2007, S. 1620â1624.
⢠DIN Deutsches Institut fĂźr Normung e. V. (Hrsg.): DIN EN 12966-1, März 2010. Vertikale Verkehrszeichen â Wechselverkehrszeichen â Teil 1: Produktnorm; Deutsche Fassung EN 12966-1:2005+A1:2009. Beuth Verlag, 2010.cite-ref-80[80]
Weblinks
Wiktionary: Ampel
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Wiktionary: Verkehrssignal
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Commons
: Ampelbeispiele einzelner Länder
â Album mit Bildern und Videos
Commons
: Lichtsignalanlagen
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons
: Ampeln in Deutschland
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons
: Ampeln in Ăsterreich
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons
: Ampeln in der Schweiz
â Sammlung von Bildern
Commons
: Ampeln mit Restzeitanzeigen
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Kurze Geschichte der Verkehrs- und FuĂgängerampel
⢠Informationen Ăźber Lichtsignalanlagen im StraĂenverkehr
⢠Live WebCam auf YouTube einer mit PPLT geregelten Ampelkreuzung am 30 West Broadway, Jackson (Wyoming), webcam-30-w-broadway-jackson-wy43° 28Ⲡ46,2ⳠN, 110° 45Ⲡ45,7ⳠW43.479511-110.762699
Einzelnachweise
cite-note-11. â Ampel. In: Karl Ernst Georges: AusfĂźhrliches lateinisch-deutsches HandwĂśrterbuch. (zeno.org).
cite-note-22. â Ampel. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm (Hrsg.): Deutsches WĂśrterbuch. Band 1: AâBiermolke â (I). S. Hirzel, Leipzig 1854, Sp. 279 (woerterbuchnetz.de).
cite-note-33. â Art. 14 Lichtsignale, ⌠Stau36. Abgerufen am 1. Oktober 2023.
cite-note-44. â Art. 68 Art und Bedeutung der Lichtsignale. Abgerufen am 1. Oktober 2023.
cite-note-55. â Wolfgang Pfeifer: Etymologisches WĂśrterbuch des Deutschen. 5. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv), MĂźnchen 2000, S. 35 (Belegquelle gilt fĂźr den gesamten Abschnitt). â Ampel. In: Digitales WĂśrterbuch der deutschen Sprache. (Bedeutung 2): âĂźber einer StraĂenkreuzung aufgehängtes Verkehrssignalâ.
cite-note-66. â Traffic Lights in the UK
cite-note-77. â 15. Dezember 1924: Abnahme des Verkehrsturms durch die städtische Baupolizei, der erste Beamte besteigt den Turm In: Vossische Zeitung, 3. Januar 1925, Auslandsausgabe, S. 1, abgerufen am 3. Juni 2019.
cite-note-88. â Die Lichtsignale in der Leipziger StraĂe. Kurzmeldung. Morgen-Ausgabe, S. 13. In: Vossische Zeitung. 20. November 1925, abgerufen am 3. Juni 2019.
cite-note-99. â BZ-Karte (Sonderkarte) B GroĂ-Berlin, herausgegeben von der B.Z. am Mittag, digitalisiert auf Landkartenarchiv.de; laut Jahresangabe ungefähr von 1938, wegen StraĂennamen wie Reichskanzlerplatz und Platz der Republik, die bereits im FrĂźhjahr 1933 geändert wurden, eindeutig älter
cite-note-1010. â 1925: Hamburgs erste Ampel geht in Betrieb, Hamburger Morgenpost vom 8. Februar 2016 (Archivversion). In der Quelle ist irrtĂźmlich vom GlockengieĂerwall die Rede, der aber die MĂśnckebergstraĂe gar nicht kreuzt, gemeint ist der Steintorwall!
cite-note-1111. â Klaus Mlynek: Hannover-Chronik. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Zahlen â Daten â Fakten. Hrsg.: Waldemar R. RĂśhrbein. SchlĂźtersche Verlagsanstalt und Druckerei, Hannover 1991, ISBN 3-87706-319-5.
cite-note-1414. â query.staatsarchiv.bs.ch
cite-note-1616. â Natur und Technik. Halbmonatszeitschrift fĂźr alle Freunde der Wissenschaft, Forschung und Praxis. Nr. 8. Verlag Wedding, Berlin/Mainz 1949, S. 183.
cite-note-1818. â Cycling past red lights; itâs often legal in the Netherlands. In: BICYCLE DUTCH. 25. Oktober 2012, abgerufen am 7. Juni 2021 (englisch).
cite-note-1919. â Signalisationsverordnung SSV (Schweiz). In: 741.21. Schweizerische Eidgenossenschaft, 15. Januar 2017, abgerufen am 17. September 2017.
cite-note-2020. â Schwedischer Regierungsbeschluss SFS 1988:1601 aus dem Jahr 1988.
cite-note-2121. â notisum.se abgerufen am 19. Juli 2013
cite-note-2222. â Trafiksignaler. Abgerufen am 28. Februar 2018 (schwedisch).
cite-note-travel-library-2323. â Frequently asked questions about visiting Canada â Travelogue (Memento vom 14. Februar 2009 im Internet Archive) (englisch).
cite-note-ddorf-fu-gaengerampel-gelbphase-2424. â DĂźsseldorf erntet Spott fĂźr achtseitige Ampel-BroschĂźre (Memento vom 3. Dezember 2012 im Internet Archive), derwesten.de, 28. November 2012
cite-note-gelbzeit-2525. â Gelbzeit (Memento vom 9. Dezember 2008 im Internet Archive), duesseldorf.de
cite-note-2828. â muenchen.de
cite-note-2929. â Bundesministerium fĂźr Verkehr, Bau und Stadtentwicklung: § 37 der StraĂenverkehrsordnung. Abgerufen am 21. September 2009: âRadfahrer haben die Lichtzeichen fĂźr den Fahrverkehr zu beachten. Davon abweichend haben Radfahrer auf RadverkehrsfĂźhrungen die besonderen Lichtzeichen fĂźr Radfahrer zu beachten.â
cite-note-tux-gelbzeit-3030. â Gelbzeit, tuxproject.de
cite-note-3232. â Ernst Tabori, Ărztlicher Direktor des Deutschen Beratungszentrums fĂźr Hygiene in Freiburg, wiedergegeben von Mark SpĂśrrle: Warum reagieren die DrĂźcker der FuĂgängerampeln so schlecht? 17. Juli 2014, abgerufen am 17. März 2020.
cite-note-3333. â Vgl. Nadine Rokstein: Blindenampel: Gesellschaftliche Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen. In: Stock und Stein. Abgerufen am 16. September 2023.
cite-note-3434. â ĂNORM-Entwurf zu taktilen Markierungen an FuĂgängerampeln - AUSTRIAN STANDARDS. Abgerufen am 3. März 2018.
cite-note-3535. â Langmatz GmbH: Produktinformationen Signal-Anforderungsgerät crossguide (EK 533). (PDF) Archiviert vom Original am 4. März 2018; abgerufen am 3. März 2018.
cite-note-3636. â GĂźnther Ertl: Orientierung blinder und sehbehinderter Menschen im Ăśffentlichen Raum, Taktile und akustische Leitsysteme, Planungen. Ing. GĂźnther Ertl, Technisches BĂźro fĂźr Verkehrstechnik, 25. September 2008, abgerufen am 3. März 2018.
cite-note-3737. â Valentin Protschky: Schaltzeitprädiktion und Routenoptimierung fĂźr die Ampelassistenz in Smart Cities. Hrsg.: Ludwig-Maximilians-Universität MĂźnchen. Dissertation an der Fakultät fĂźr Mathematik, Informatik und Statistik. MĂźnchen 10. Mai 2016, S. 172.
cite-note-3838. â Personal Signal Assistant. Archiviert vom Original am 22. August 2019; abgerufen am 22. August 2019 (englisch).
cite-note-3939. â Berlin testet âCount-Downâ-Ampeln. Berlin. In: Der Tagesspiegel. 20. September 2013, abgerufen am 3. September 2014.
cite-note-4040. â Dr Jakob Erdmann: Kombination von Adaptiver LSA-Steuerung und GLOSA (AGLOSA). (PDF) DLR â Institut fĂźr Verkehrssystemtechnik, 4. Dezember 2013, abgerufen am 22. August 2019.
cite-note-4141. â DE:Proposed features/GLOSA â OpenStreetMap Wiki. Abgerufen am 22. August 2019.
cite-note-4242. â trafficpilot â RIDE THE GREEN WAVE. Abgerufen am 22. August 2019.
cite-note-4343. â Audi vernetzt sich mit Ampeln in Deutschland. Abgerufen am 22. August 2019.
cite-note-4444. â Simulation von Ampelsystemen. Abgerufen am 9. Juni 2023.
cite-note-4545. â Wie funktioniert eine Ampelsteuerung mit dem Calliope? Abgerufen am 9. Juni 2023.
cite-note-4646. â Ampel mit Calliope mini und Fernbedienung. Abgerufen am 9. Juni 2023.
cite-note-4747. â LSBG â StraĂen â Ampeln â Hamburg â FHH. Abgerufen am 23. August 2019.
cite-note-4848. â Die grĂźne Welle und andere smarte Ideen fĂźr Radfahrende. 21. Juni 2016, abgerufen am 23. August 2019.
cite-note-4949. â Verlängerung der Gelbphase von Ampelanlagen von 3 auf 4 Sekunden innerorts â Online-Petition. Abgerufen am 23. August 2019.
cite-note-5050. â Nahverkehr Information Deutschland und NRW, Haltestellen. Abgerufen am 23. August 2019.
cite-note-5151. â Martin Dippold (TUG), Stefan Hausberger (TUG), Nikolaus Furian (TUG), Michael Haberl (TUG), Jakob Hauser (TUG), Thomas StĂźtzle (ULB), Wolfgang Niebel (DLR): Guideline for emission optimised traffic light control. (PDF) COLOMBO-Projekt â Cooperative Self-Organizing System for low Carbon Mobility at low Penetration Rates, 3. November 2015, abgerufen am 23. August 2019 (englisch).
cite-note-521. youtube.com Saturday afternoon at Shibuya Crossing, Tokyo
cite-note-5353. â rp-online.de vom 18. Oktober 2012: Städte schalten Ampeln ab â mehr Unfälle
cite-note-5454. â Bundeseinheitlicher Tatbestandskatalog auf der Homepage des Kraftfahrt-Bundesamts (Stand: 01.11.2017). Abgerufen am 11. Oktober 2021.
cite-note-5555. â wdr.de: Sparen mit neuen Ampeln (Memento vom 2. August 2008 im Internet Archive). Abgerufen: 4. März 2009.
cite-note-5656. â Stadt erklärt FuĂgänger-Ampel auf acht Seiten In: rp-online.de, 26. November 2012, abgerufen am 27. März 2022.
cite-note-5757. â steiermark.orf.at Traffic-Check: Ampelbewertungssystem in Graz, orf.at, 19. November 2015, abgerufen am 19. November 2015.
cite-note-5858. â Heuer-Ampel, allgemeine Informationen: Bauingenieurwesen - TH OWL. Abgerufen am 15. Dezember 2024.
cite-note-5959. â Signalized Intersections: Informational Guide, Publikation FHWA-HRT-04-091, Federal Highway Administration, 2004
cite-note-6060. â Evaluation of Traffic Signal Displays for Protected/permissive Left-turn Control, Ausgabe 493, Teil 1, Transportation Research Board, 2003, S. 16
cite-note-6161. â Dallas PPLT Displays (Horizontal Head) â Lead Left-turn (Memento vom 11. Juni 2016 im Internet Archive), verlinkt von der FHWA, abgerufen am 22. September 2014
cite-note-6262. â Fixing the Yellow Trap (Memento vom 5. März 2010 im Internet Archive), abgerufen am 22. September 2014.
cite-note-6363. â Innovative Intersection Safety Improvement Strategies and Management Practices: A Domestic Scan, Chapter 5. Traffic Operational Practices, FHWA.
cite-note-6464. â 2009 Edition Chapter 4D. Traffic Control Signal Features, Manual on Uniform Traffic Control Devices, Federal Highway Administration, 2009, abgerufen am 22. September 2014
cite-note-6666. â ADFC-Position: Ampeln. Archiviert vom Original am 26. Mai 2018; abgerufen am 25. Mai 2018.
cite-note-0-6868. â Ellis-Petersen, Hannah: 'Honk more, wait more': Mumbai tests traffic lights that reward the patient driver. 5. Februar 2020, abgerufen am 18. Februar 2020 (englisch).
cite-note-piratenp-12871-6969. â Rot-Gelb-Gelb-Ampel wurde nachgebaut. In: piratenpartei-goettingen.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 14. August 2022; abgerufen am 3. April 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.piratenpartei-goettingen.de
cite-note-7070. â Gaga! Auch diese Dresdner Ampeln zeigen Dauerrot. In: tag24.de. 15. September 2016, abgerufen am 3. April 2020.
cite-note-1-7272. â Westdeutsche Zeitung: Neue Ampel-Technik: FĂźr Fahrradfahrer leuchtet es Blau. 10. August 2017, abgerufen am 12. März 2021.
cite-note-7373. â Rainer Breda: Neuheit in der Hildesheimer Neustadt: Erste blaue Ampel ist da. Abgerufen am 12. März 2021.
cite-note-7474. â Hildesheim muss blaue Ampeln fĂźr Radfahrer abbauen. 24. April 2021, abgerufen am 15. Dezember 2024.
cite-note-7575. â Erste blaue Fahrradampel. Abgerufen am 15. Dezember 2024.
cite-note-7676. â Redaktion Genialetricks: Blaue Fahrradampeln: Was bedeuten sie? 20. März 2021, abgerufen am 15. Dezember 2024 (deutsch).
cite-note-7777. â SĂźddeutsche Zeitung: Blaue Fahrradampeln in Hildesheim verwundern Radler. Abgerufen am 12. März 2021.
cite-note-7878. â NDR: Ampel in Hildesheim zeigt fĂźr Radfahrer blaues Licht. Abgerufen am 12. März 2021.
cite-note-7979. â Warum es in Japan blaue Ampeln gibt? Und was Sprache damit zu tun hat. In: Japaniac â Anime & Manga News und Infos rund um Japan! 28. August 2019, ehemals im Original (nicht mehr online verfĂźgbar); abgerufen am 12. März 2021.@1@2Vorlage:Toter Link/www.japaniac.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
cite-note-8080. â DIN EN 12966-1, März 2010. Vertikale Verkehrszeichen â Wechselverkehrszeichen â Teil 1: Produktnorm; Deutsche Fassung EN 12966-1:2005+A1:2009 â Fraunhofer IRB â baufachinformation.de